EBIT

Der Daimler-Konzern konnte im Geschäftsjahr 2018 trotz schwieriger Rahmenbedingungen ein EBIT von 11,1 (i. V.14,3) Mrd. € erzielen. Die im Lagebericht 2017 abgegebene Prognose von einem EBIT auf dem Niveau des Vorjahres konnte damit jedoch nicht erreicht werden. (Vgl. Tabelle B.12 und Abbildung B.13)

B.12 EBIT nach Segmenten

  2018 2017 1 18/17
in Millionen €     Veränd. in %
       
Mercedes-Benz Cars 7.216 8.843 -18
Daimler Trucks 2.753 2.383 +16
Mercedes-Benz Vans 312 1.147 -73
Daimler Buses 265 281 -6
Daimler Financial Services 1.384 1.970 -30
Überleitung -798 -276 -189
Daimler-Konzern 2 11.132 14.348 -22

1 Die Vergleichszahlen wurden aufgrund der Effekte aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 und IFRS 9 angepasst. Informationen zu den Anpassungen der Vorjahresangaben können Anmerkung 1 des Konzernanhangs zum Konzernabschluss entnommen werden.

2 Die operative Ergebnisgröße EBIT stellt das Ergebnis vor Zinsergebnis und Ertragsteuern dar. Die Überleitung des EBIT des Daimler-Konzerns auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ist in Anmerkung 34 des Konzernanhangs zum Konzernabschluss enthalten.

Die deutliche Steigerung des EBIT im Geschäftsfeld Daimler Trucks konnte den Rückgang der Ergebnisse der übrigen Geschäftsfelder nicht ausgleichen. Dabei erwirtschaftete vor allem das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars ein Ergebnis deutlich unter dem Vorjahreswert. Dies ist insbesondere durch Aufwendungen im Zusammenhang mit den laufenden behördlichen Verfahren und Maßnahmen für Dieselfahrzeuge und Vorleistungen für neue Technologien und Fahrzeuge begründet. Bei Daimler Trucks führte insbesondere ein höherer Absatz in der NAFTA-Region zu einer Ergebnisverbesserung. Daimler Financial Services realisierte im Wesentlichen aufgrund der Ergebnisbelastung aus der Einigung über die Beendigung der Toll Collect-Schiedsverfahren ein Ergebnis deutlich unter dem Vorjahreswert. Wechselkurseffekte wirkten sich insgesamt negativ auf das operative Ergebnis aus.

Die Überleitung der Segmentergebnisse auf das Konzern-EBIT zeigt im Berichtsjahr ebenfalls ein Ergebnis deutlich unter dem Vorjahreswert.

Daimler Jahrespressekonferenz 2019

Für das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars wurde im Lagebericht 2017 ein EBIT auf dem Niveau des Vorjahres prognostiziert. Diese Einschätzung wurde im Laufe des Geschäftsjahres im Rahmen unserer Kapitalmarktberichterstattungen schrittweise auf die Erwartung eines EBIT deutlich unter Vorjahresniveau angepasst. Ursächlich hierfür waren insbesondere höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit laufenden behördlichen Verfahren und Maßnahmen in verschiedenen Regionen betreffend Mercedes-Benz Dieselfahrzeuge. Das Geschäftsfeld Daimler Trucks hat das Ergebnis im Berichtsjahr deutlich gesteigert und damit die im Lagebericht 2017 abgegebene Prognose erfüllt. Zu Beginn des Jahres wurde für Mercedes-Benz Vans ein Ergebnis leicht unter dem Vorjahr prognostiziert. Diese Einschätzung haben wir im Jahresverlauf im Rahmen unserer Kapitalmarktberichterstattungen auf deutlich unter Vorjahresniveau angepasst. Dazu haben vor allem höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit laufenden behördlichen Verfahren und Maßnahmen für Dieselfahrzeuge und Auslieferungsverzögerungen beigetragen. Daimler Buses erzielte ein EBIT leicht unter dem Vorjahreswert. Die im Lagebericht 2017 abgegebene Prognose eines EBIT deutlich über dem Vorjahr konnte damit insbesondere infolge einer rückläufigen Nachfrage in einzelnen Märkten nicht erreicht werden. Daimler Financial Services konnte das EBIT des Vorjahres nicht erreichen und damit die im Lagebericht 2017 abgegebene Prognose von einem EBIT auf dem Niveau des Vorjahres ebenfalls nicht erfüllen. Maßgeblich hierfür war insbesondere die Einigung über die Beendigung der Toll Collect-Schiedsverfahren.

Daimler GB2018 B.13 Ergebnisentwicklung

Das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars erzielte im Jahr 2018 ein Ergebnis von 7.216 Mio. € und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 8.843 Mio. €. Die Umsatzrendite betrug 7,8 (i. V. 9,4) %. (Vgl. Abbildung B.14)

Die negative Ergebnisentwicklung war auf Aufwendungen im Zusammenhang mit den laufenden behördlichen Verfahren und Maßnahmen für Dieselfahrzeuge zurückzuführen. Darüber hinaus belasteten Vorleistungen für neue Technologien und Fahrzeuge sowie eine schwächere Preisdurchsetzung das EBIT. Eine ungünstige Wechselkursentwicklung und höhere Aufwendungen für Rohstoffe wirkten sich ebenfalls ergebnismindernd aus. Gegenläufig ergab sich ein positiver Effekt aus der Bewertung der Anteile an der Aston Martin Lagonda Global Holdings plc (Aston Martin) zum beizulegenden Zeitwert (111 Mio. €).

Im Vorjahr war das Ergebnis durch Aufwendungen im Zusammenhang mit freiwilligen Servicemaßnahmen sowie einer Rückrufaktion (425 Mio. €) belastet. Gegenläufig hatten im Jahr 2017 Erträge im Rahmen der Beteiligung eines neuen Investors am digitalen Kartendienst HERE (183 Mio. €) das Ergebnis positiv beeinflusst.

Das Geschäftsfeld Daimler Trucks erwirtschaftete im Jahr 2018 mit 2.753 Mio. € ein EBIT deutlich über dem Vorjahreswert von 2.383 Mio. €. Die Umsatzrendite betrug 7,2 (i. V. 6,7) %. (Vgl. Abbildung B.14)

Die positive Ergebnisentwicklung war im Wesentlichen auf einen höheren Absatz in der NAFTA-Region sowie auf die Realisierung von Effizienzverbesserungen zurückzuführen. Belastungen resultierten aus Wechselkurseffekten und höheren Aufwendungen für Rohstoffe. Mehrkosten, die sich im Wesentlichen aus Engpässen in der Zulieferkette ergaben, wirkten sich ebenfalls ergebnismindernd aus. Das EBIT des Vorjahres enthielt Erträge aus dem Verkauf von Immobilien durch die Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation in Japan von 267 Mio. €. Darüber hinaus waren Aufwendungen im Rahmen der Fixkostenoptimierung von 172 Mio. € enthalten.

Das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Vans erzielte im Jahr 2018 mit 312 Mio. € ein EBIT deutlich unter dem Vorjahreswert von 1.147 Mio. €. Die Umsatzrendite sank auf 2,3 % gegenüber 8,7 % im Vorjahr. (Vgl. Abbildung B.14)

Der Absatzanstieg, insbesondere in der NAFTA-Region, in China und in Westeuropa, hatte einen positiven Einfluss auf das Ergebnis. Gegenläufig war das EBIT jedoch von Vorleistungen für neue Technologien und Produkte sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Modellwechsel des Sprinter geprägt. Darüber hinaus belasteten Aufwendungen im Zusammenhang mit den laufenden behördlichen Verfahren und Maßnahmen für Dieselfahrzeuge, Auslieferungsverzögerungen und Neubewertungen von Vermögensgegenständen im Zusammenhang mit Produktionskapazitäten das EBIT.

Das EBIT des Geschäftsfeldes Daimler Buses lag mit 265 (i. V. 281) Mio. € im Berichtsjahr 2018 leicht unter Vorjahresniveau. Die Umsatzrendite ging leicht auf 5,9 (i. V. 6,2) % zurück. (Vgl. Abbildung B.14)

Daimler GB2018 B.14 Umsatzrendite

Der Rückgang des Ergebnisses durch den Produktmix und den inflationsbedingten Kostenanstieg konnte durch den höheren Absatz teilweise kompensiert werden.

Das Ergebnis des Geschäftsfelds Daimler Financial Services lag im Geschäftsjahr 2018 mit einem EBIT von 1.384 Mio. € deutlich unter dem Vorjahreswert von 1.970 Mio. €. Die Eigenkapitalrendite lag bei 11,1 (i. V. 17,7) %. (Vgl. Abbildung B.15)

Daimler GB2018 B.15 Eigenkapitalrendite

Wesentlich beeinflusst wurde das Ergebnis durch die Einigung über die Beendigung der Toll Collect-Schiedsverfahren. Diese belastete das Ergebnis mit 418 Mio. €. Das gestiegene Zinsniveau wirkte sich negativ auf das Ergebnis aus. Im weiterhin relativ stabilen Risikoumfeld verzeichnete Daimler Financial Services zudem steigende Kreditrisikokosten in einzelnen Märkten. Positive Effekte ergaben sich durch das gestiegene Vertragsvolumen.

Die Überleitung der operativen Ergebnisse der Geschäftsfelder auf das EBIT des Konzerns umfasst die zentral verantworteten Sachverhalte sowie Ergebniseffekte aus der Eliminierung konzerninterner Transaktionen zwischen den Geschäftsfeldern.

Aus den zentral verantworteten Sachverhalten sind Aufwendungen von 757 (i. V. 232) Mio. € entstanden. In beiden Jahren sind insbesondere Aufwendungen für rechtliche Verfahren enthalten. Ursächlich für den Anstieg sind unter anderem höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit der divisionalen Weiterentwicklung des Unternehmens (»Projekt Zukunft«). Des Weiteren belastete die Wertminderung des At-equity-Buchwerts an BAIC Motor Corporation Ltd. (BAIC Motor) von 150 Mio. € das Ergebnis. Gegenläufig hatte sich im Vorjahr die Wertaufholung des At-equity-Buchwerts an BAIC Motor von 240 Mio. € ausgewirkt.

Aus der Eliminierung konzerninterner Transaktionen ergab sich im Jahr 2018 ein Aufwand von 41 (i. V. 44) Mio. €.

Eine Überleitung des Konzern-EBIT auf das Ergebnis vor Ertragsteuern zeigt Tabelle B.16.

B.16 Überleitung des Konzern-EBIT auf das Ergebnis vor Ertragsteuern

  2018 2017 1
in Millionen €    
     
Konzern-EBIT 11.132 14.348
Abschreibungen auf aktivierte
Fremdkapitalkosten 2

-15

-13
Zinserträge 271 214
Zinsaufwendungen -793 -582
Ergebnis vor Ertragsteuern 10.595 13.967

1 Die Vergleichszahlen wurden aufgrund der Effekte aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 und IFRS 9 angepasst. Informationen zu den Anpassungen der Vorjahresangaben können Anmerkung 1 des Konzernanhangs zum Konzernabschluss entnommen werden.

2 Abschreibungen auf aktivierte Fremdkapitalkosten fließen nicht in die interne Steuerungsgröße EBIT ein, sind aber Bestandteil der Umsatzkosten.

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