Ressourcenschutz

Neben dem Kraftstoffverbrauch und den Emissionen beim Fahren spielt auch die Herstellung der Fahrzeuge eine wichtige Rolle für deren Umweltverträglichkeit. Aus diesem Grund arbeiten wir kontinuierlich daran, die Produktion effizienter zu gestalten, zum Beispiel, indem wir Abfälle reduzieren, Wasserkreisläufe schließen oder Batterien aus elektrischen Fahrzeugen recyceln.

Produktion

Um die Klimaschutzauswirkungen unserer Werke zu reduzieren, stellt Mercedes-Benz Cars in Deutschland und Europa die Weichen für eine »grüne« Produktion. Alle europäischen Werke sollen ab 2022 über eine CO2-neutrale Energieversorgung verfügen. Weiterhin entscheidend für den ökologischen Fußabdruck unserer Produktion ist der schonende Umgang mit Ressourcen – von Wasser über Energie bis hin zu Rohstoffen. Indem wir die Energieeffizienz erhöhen, schonen wir nicht nur Energieträger, sondern reduzieren auch den Energieverbrauch und damit unsere CO2-Emissionen (Vgl. »Klimaschutz«) in der Produktion. Verbesserte Recyclingprozesse und ein geringerer Rohstoff- und Materialverbrauch an unseren Standorten haben das Potenzial, unser Abfallaufkommen zu senken, und durch die Reduzierung des Wasserverbrauchs verringern wir den Einfluss unserer Produktion auf den natürlichen Wasserhaushalt.

Das Engagement für die Umwelt ist integraler Bestandteil unserer nachhaltigen Geschäftsstrategie. Vor diesem Hintergrund haben wir an unseren Produktionsstandorten Umweltmanagementsysteme etabliert. In unserem Umweltmanagementhandbuch definieren wir einen einheitlichen, konzernweiten Rahmen für unsere Umweltmanagementsysteme. Es konkretisiert unsere Umwelt- und Energieleitlinien und beschreibt die wesentlichen, für den Konzern relevanten Umweltschutzvorgaben.

Wir überprüfen regelmäßig, ob alle unsere Werke die Umweltschutzvorgaben befolgen. Sollte es zu umweltrelevanten Vorfällen an unseren im Mehrheitsbesitz des Konzerns befindlichen Produktionsstandorten kommen, erfassen wir diese im Rahmen der Umweltmanagementsysteme der Standorte und beseitigen eventuelle Schäden. Falls möglich und sinnvoll, leiten wir zudem Verbesserungsmaßnahmen ein. Die Überwachung erfolgt sowohl durch externe Gutachter im Rahmen der Zertifizierung unserer Umweltmanagementsysteme (ISO 14001, EMAS, ISO 50001) als auch über interne Umweltrisikobewertungen. (Vgl. Abbildung E.01)

Daimler GB2019 E.01 Methodik zur Umweltrisikobewertung

Um Umweltrisiken vorzubeugen und gesetzliche Anforderungen einzuhalten, wenden wir seit dem Jahr 2000 eine konzernweit einheitliche Methode zur Umweltrisikobewertung (Environmental-Due-Diligence-Prozess) an – sowohl intern an allen Produktionsstandorten, die sich mehrheitlich im Besitz des Konzerns befinden, als auch extern bei Akquisitionsvorhaben. Nach einem standardisierten Prozess prüfen und bewerten wir konsolidierte Produktionsstandorte des Konzerns im Rhythmus von fünf Jahren. Es folgen Ergebnisberichte an die Werke und Geschäftsfeldleitungen. Im Jahr 2019 haben wir alle im Mehrheitsbesitz des Konzerns befindlichen Produktionsstandorte des Geschäftsfelds Mercedes-Benz Cars evaluiert. Einmal im Jahr prüfen wir außerdem, inwiefern unsere Empfehlungen zur Risikominimierung an den Standorten bereits umgesetzt wurden. Ziel der Umweltrisikobewertung ist es, an allen unseren Produktionsstandorten weltweit einen hohen Umweltstandard zu erreichen.

Produkte

Bei der Entwicklung unserer Mercedes-Benz Pkw-Modelle erstellen wir für jedes Fahrzeugmodell ein Recyclingkonzept. Darin analysieren wir alle Bauteile und Werkstoffe und prüfen, inwiefern sie sich für die verschiedenen Stufen des Recyclingprozesses eignen. Dadurch sind alle Mercedes-Benz Pkw-Modelle gemäß ISO 22 628 zu 85 Prozent stofflich recyclingfähig und zu 95 Prozent verwertbar.

Um die Umweltverträglichkeit eines Fahrzeugs bewerten zu können, erstellt Daimler bereits seit vielen Jahren Ökobilanzen und analysiert die Umweltauswirkungen entlang des gesamten Lebensweges eines Fahrzeugs: von der Rohstoffgewinnung über die Produktion und Nutzung bis hin zur Verwertung. Neben dem reinen Rohstoffverbrauch werden dabei auch weitere Faktoren berücksichtigt, zum Beispiel die mittel- und langfristige Verfügbarkeit von Rohstoffen.

Umweltschutz und Ressourcenschonung werden in verschiedenen Bereichen des Unternehmens koordiniert und gesteuert. Die Unternehmensführung wird bei Grundsatzentscheidungen in der Fahrzeugentwicklung sowie Zielsetzungen im Bereich Klimaschutz, Luftreinhaltung und Ressourcenschonung einbezogen.

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Luftreinhaltung