Lieferkette

Die nachhaltige Geschäftsstrategie von Daimler gilt für unsere Wertschöpfungskette und damit auch für den Einkauf von Produktionsmaterial sowie den Einkauf von Dienstleistungen. Unsere drei Einkaufsbereiche »Mercedes-Benz Cars Einkauf und Lieferantenqualität«, »Global Procurement Trucks & Buses« sowie »International Procurement Services« verantworten gemeinsam das konzernweite Lieferantenkooperationsmodell »Daimler Supplier Network«. Sie arbeiten im Schulterschluss an einem verantwortungsvollen Bezug von Materialien und Dienstleistungen. Dies gilt auch für die Umsetzung der »Daimler Supplier Sustainability Standards« in der Lieferkette. Sie definieren Anforderungen an Arbeitsbedingungen, die Einhaltung der Menschenrechte, Umweltschutz und Sicherheit sowie Geschäftsethik und Compliance. (Vgl. »Menschenrechts-Compliance«) Sie bilden die Leitplanken unseres nachhaltigen Lieferkettenmanagements. Unsere direkten Lieferanten sind aufgefordert, diese Nachhaltigkeitsstandards einzuhalten, sie ihren Mitarbeitern zu vermitteln und sie auch in ihre vorgelagerten Wertschöpfungsketten hineinzutragen sowie deren Einhaltung zu kontrollieren. Wir unterstützen sie dabei durch Informations- und Qualifizierungsmaßnahmen. Auch unsere Dienstleister erkennen die Standards als Vertragsbestandteil ausdrücklich an.

Die Einhaltung der Standards wird systematisch überprüft: Beispielsweise prüfen die Einkaufsbereiche von Mercedes-Benz Cars und Daimler Trucks & Buses neue Produktionsmateriallieferanten im Rahmen ihrer Assessments vor Ort auch im Hinblick auf Nachhaltigkeitsthemen. In risikoreichen Ländern ist die Prüfung noch umfassender. Bei kritischen Fällen besprechen wir die Ergebnisse in Managementgremien und berücksichtigen sie bei der Vergabeentscheidung. Neben den Assessments bei neuen Lieferanten überprüfen wir die Nachhaltigkeitsrisiken unserer bestehenden direkten Lieferanten im Rahmen regelmäßiger Risikoanalysen. Unter anderem führen wir eine jährliche Datenbankrecherche zu Nachhaltigkeits- und Compliance-Verstößen bestehender Lieferanten durch. Sie ist Teil des Supplier-Screening-Prozesses. Bei Mercedes-Benz Cars gehören dazu auch CSR-Audits sowie Potenzialanalysen hinsichtlich neuer Lieferanten.

Hinweisen auf Fehlverhalten gehen wir systematisch nach. Bei Mercedes-Benz Cars erfolgt dies mithilfe eines Online-Fragebogens. Dabei muss sich der Lieferant sowohl zu seinem Nachhaltigkeitsmanagement als auch zur Einbindung seiner eigenen Lieferanten äußern. Deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die Nachhaltigkeitsleistung unzureichend ist, halten wir unsere Lieferanten dazu an, die entsprechenden Prozesse zu verbessern. Für ein wirksames nachhaltiges Lieferantenmanagement legen wir großen Wert auf die Vergleichbarkeit der Bewertungen. Deshalb arbeiten wir auch mit standardisierten Instrumenten, wie beispielsweise dem branchenweiten Fragebogen zur Nachhaltigkeit (Self-Assessment Questionnaire) der europäischen Nachhaltigkeitsinitiative »Drive Sustainability«.

Im Jahr 2019 führten wir gemeinsam mit der europäischen Nachhaltigkeitsinitiative »Drive Sustainability« Trainings für Lieferanten in den Fokusländern Brasilien, Malaysia und Südafrika durch. Außerdem wird über das deutsche Nachhaltigkeitsnetzwerk »econsense - Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.« mit unserer Unterstützung eine Plattform für weiterführende Lieferanten-Workshops zu Nachhaltigkeit eingerichtet. Über das Daimler Supplier Portal bieten wir bestehenden und potenziellen Lieferanten ein kostenloses E-Learning-Programm zum Thema Compliance Awareness an. Dort können sie sich jederzeit mit den Nachhaltigkeitsstandards und ihrer Umsetzung vertraut machen.

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