Wettbewerbsfähige Belegschaft

Erfolgreich sind wir nur mit einer kompetenten und leistungsfähigen Belegschaft. Für unsere Wettbewerbsfähigkeit spielt es eine entscheidende Rolle, dass sich unsere Beschäftigten laufend weiterentwickeln.

Mitarbeiterentwicklung und Nachwuchssicherung

Ziel unserer Aus-, Weiterbildungs- und Qualifizierungsprogramme ist es, unseren Beschäftigten die Möglichkeit zum lebenslangen Lernen zu bieten und sie laufend weiterzuentwickeln, unser Unternehmen wettbewerbsfähig zu halten und zur Nachwuchssicherung beizutragen. Außerdem gilt es, eine agile, digital unterstützte Führungskultur und Organisation aufzubauen sowie dem technologischen Wandel in der Mobilität gerecht zu werden. Deshalb arbeiten wir daran, unsere Beschäftigen regelmäßig zu qualifizieren und ihnen zu helfen, sich mit den veränderten Anforderungen vertraut zu machen, Kompetenzen aufzubauen und diese weiterzuentwickeln. Dabei setzen wir unter anderem auf digitale Lernformate und Qualifizierung direkt im Arbeitsprozess. Im Jahr 2019 haben wir strategische Handlungsfelder der beruflichen Bildung definiert. Diese sind unter anderem die Transformation der Mobilität, Agilität der beruflichen Bildung, digitale Bildungsprojekte und die Internationalisierung. Sie gelten gleichermaßen für die Daimler AG, die Mercedes-Benz AG und die Daimler Truck AG.

Bei der Daimler AG, der Mercedes-Benz AG, der Daimler Truck AG und der Daimler Brand & IP Management GmbH & Co. KG wird die betriebliche Weiterbildung durch die »Gesamtbetriebsvereinbarung Qualifizierung« geregelt, durch die wir den Qualifizierungsprozess standardisieren und effizienter gestalten. Unsere Beschäftigten sollen sich während ihres gesamten Berufslebens – fachlich wie persönlich – weiterbilden und qualifizieren. Auf diesem Weg werden sie von unseren Führungskräften unterstützt. Wichtige Qualifizierungsschwerpunkte bildeten im Berichtsjahr unter anderem Themen im Bereich Elektromobilität.

Auf dem Weg zu einer neuen Führungskultur und Arbeitswelt wird der Konzern von der Daimler Corporate Academy begleitet. Ihr zentraler Auftrag ist die Führungskräfteentwicklung im gesamten Konzern weltweit in einem sogenannten Leadership-Programm. Rund 150.000 Teilnehmer weltweit haben sich 2019 mit den Programmen der Corporate Academy persönlich und fachlich weitergebildet. Das Portfolio umfasste Angebote für Business Skills wie auch Initiativen zu Trendthemen wie die digitale Transformation des Konzerns oder agiles Arbeiten und Future Skills für Fachexperten. Zum Angebot der Corporate Academy gehören auch die Daimler Academic Programs, die unseren Beschäftigten ein berufsbegleitendes Studium ermöglichen.

Mit Programmen wie »Facharbeiter im Fokus« und dem Meisternachwuchs-Entwicklungsprogramm qualifizieren wir unsere Beschäftigten in den Produktions- und produktionsnahen Bereichen auch überfachlich nach einheitlichen Standards. 2019 haben zum Beispiel 76 Beschäftigte das Programm »Facharbeiter im Fokus« genutzt. Besonderes Gewicht legen wir auch auf die Entwicklung von Nachwuchsführungskräften.

Der Bereich Global Training sichert und stärkt die Kompetenz unserer Mitarbeiter in der Mercedes-Benz Vertriebsorganisation. Im Jahr 2019 haben weltweit in mehr als 80 Ländern über 700 Mercedes-Benz Trainer rund 203.000 Teilnehmende qualifiziert. Insgesamt werden jährlich 1,8 Millionen Trainings absolviert.

INspire umfasst eine Reihe internationaler Talentprogramme, mit denen wir Nachwuchskräfte optimal auf ihre Karriere vorbereiten. Jedes unserer Talentprogramme bietet einen bereichsübergreifenden Einblick, Trainings und persönliches Coaching.

Mit unserer gewerblich-technischen und kaufmännischen Berufsausbildung sowie dem Dualen Hochschulstudium decken wir den größten Teil des Nachwuchsbedarfs in Deutschland ab. Für die technische Berufsausbildung in Deutschland haben wir das »Daimler Ausbildungs-System« entwickelt. Daimler bietet deutschlandweit an 13 betrieblichen Standorten ein Duales Studium in 13 international anerkannten Bachelor-Studiengängen an.

Unsere MINT-Bildungsinitiative »Genius« soll Kinder und Jugendliche für Technik und Technologiethemen begeistern. Außerdem gibt sie Lehrkräften durch praxisnahes Unterrichtsmaterial, interaktive Fortbildungsangebote und digitale Bildungsmaterialien Impulse, den Unterricht abwechslungsreich und zukunftsorientiert zu gestalten.

Vielfalt

Bei Daimler fördern wir Chancengleichheit und eine Kultur der Wertschätzung und des Respekts. Herkunft, Alter, Geschlecht, individuelle Fähigkeiten sowie sexuelle Identität oder Orientierung spielen dabei keine Rolle. In unserer nachhaltigen Geschäftsstrategie sind Vielfalt und Inklusion fest verankert und mit Zielen und Handlungsfeldern hinterlegt.

Die für den Aufsichtsrat der Daimler AG als paritätisch mitbestimmtes börsennotiertes Unternehmen geltende gesetzliche Frauenquote von 30 % ist sowohl für den Aufsichtsrat insgesamt als auch für die Arbeitnehmer- und die Anteilseignerseite erfüllt. Die entsprechend der gesetzlichen Vorgabe vom Aufsichtsrat für den Vorstand bestimmte Frauenzielquote von 12,5 % bis 31. Dezember 2020 ist mit der aktuellen Frauenquote im Vorstand von 25 % deutlich überschritten. Die vom Vorstand für die erste und zweite Managementebene der Daimler AG unterhalb des Vorstands bestimmten Zielquoten betragen jeweils 15 %, die bis 31. Dezember 2020 erreicht werden sollen. Zum 31. Dezember 2019 beträgt der Frauenanteil unterhalb des Vorstands auf der ersten Managementebene 12,5 % und auf der zweiten Managementebene 23,8 %. Infolge der Ausgliederung der Geschäftsfelder Cars & Vans und Trucks & Buses auf die Mercedes-Benz AG beziehungsweise die Daimler Truck AG im Rahmen des »Projekt Zukunft« hat sich die der Ermittlung des Frauenanteils zum 31. Dezember 2019 zugrunde liegende Zahl der leitenden Führungskräfte der Daimler AG auf den beiden Managementebenen unterhalb des Vorstands deutlich verkleinert.

Ungeachtet der heute geltenden gesetzlichen Vorgaben setzen wir uns bereits seit 2006 klare Ziele, um den Frauenanteil in den verschiedenen Geschäftsbereichen zu erhöhen, und überprüfen monats- beziehungsweise quartalsweise, wo wir hinsichtlich unserer Ziele stehen. So wurde im Rahmen von Daimler-internen Leitlinien (Gender Diversity Aspirational Guidelines) für einen Zeitraum von mehreren Jahren auf Konzernebene ein angestrebter Frauenanteil an leitenden Führungspositionen definiert, der bis Ende 2020 bei 20 % liegen soll. Ende 2019 lag dieser Wert bei 19,8 %. Der Frauenanteil der Gesamtbelegschaft weltweit liegt aktuell bei 19,0 %.

Der Vorstand befasst sich regelmäßig - in den vergangenen Jahren quartalsweise - mit Zielen, Aktivitäten und Ergebnissen des Diversity Managements. Das Diversity Update umfasst das Gender Reporting sowie gegebenenfalls auch konzernübergreifende Projekte. Die gesamte Belegschaft ist zu einem wertschätzenden, respektvollen Umgang miteinander aufgefordert. Führungskräfte übernehmen dabei eine Vorbildrolle und tragen besondere Verantwortung für eine faire Unternehmenskultur.

Die Bereiche Integrität und Diversity gestalten hierfür die Rahmenbedingungen und Prozesse. Das Global Diversity Office ist eine konzernweite Funktion, die im zentralen Personalbereich angesiedelt ist. Hier werden strategische Handlungsfelder und Ziele in Abstimmung mit den Geschäftsbereichen entwickelt und übergreifende Projekte, Trainings und Sensibilisierungsmaßnahmen initiiert.

Um Vielfalt und Inklusion im Führungsalltag zu verankern, bieten wir zudem verschiedene Qualifizierungsmaßnahmen für Führungskräfte an. So ist dieses Themenfeld Bestandteil bestehender Trainings für Führungskräfte und Beschäftigte des Personalbereichs. Dort thematisieren wir beispielsweise den Umgang mit Stereotypen und Vorurteilen.

In Zusammenarbeit mit der Charta der Vielfalt, zu deren Mitinitiatoren und Gründungsmitgliedern wir zählen, fand 2019 der siebte Daimler Diversity Day unter dem Motto »Changing Perspectives. Ready to be different« statt.

Bei Daimler gibt es zwölf offizielle Mitarbeiternetzwerke. Diese bieten Beschäftigten mit gemeinsamen Interessen, Erfahrungen und Werten die Möglichkeit, sich über alle Ebenen und Bereichsgrenzen hinweg auszutauschen.

Einen besonderen Stellenwert hat bei Daimler die Ausbildung junger Menschen mit Behinderung. So wurde bereits 2006 gemeinsam mit der Schwerbehindertenvertretung ein Aktionsplan zur Einstellung schwerbehinderter Auszubildender ins Leben gerufen. Schon in den Vorjahren hat die Daimler AG die gesetzliche Quote von 5 % Beschäftigten mit Behinderungen übertroffen. Im Berichtszeitraum arbeiten bei der Daimler AG, der Mercedes-Benz AG und der Daimler Truck AG fast 9.000 Menschen mit Behinderungen. Im April 2019 wurde Daimler mit dem »Inklusionspreis für die Wirtschaft 2019« ausgezeichnet. Die Jury würdigte vor allem die nachhaltige Verankerung von Inklusion im Unternehmen.

Bei Daimler arbeiten Menschen mit über 160 Nationalitäten. Diese Vielfalt nutzen wir, um Teams optimal zusammenzusetzen.

Unser Generationenmanagement setzt auf Maßnahmen, die den Erhalt der Leistungsfähigkeit und die Gesundheit der Jüngeren und Älteren ebenso fördern wie die Zusammenarbeit zwischen den Generationen. Unser Programm für »Senior Experts« gibt erfahrenen Beschäftigten im Ruhestand die Möglichkeit, sich für einen Zeitraum von maximal sechs Monaten mit ihrem Know-how in Projekte einzubringen. Mehr als 800 Senior Experts-Einsätze wurden seit Projektbeginn im Jahr 2013 realisiert.

Für die Daimler AG, die Mercedes-Benz AG, die Daimler Truck AG und die Daimler Brand & IP Management GmbH & Co. KG sind Grundsätze der Gleichstellung von Frauen und Männern in den Gesamtbetriebsvereinbarungen »Frauenförderung« und »Chancengleichheit« festgeschrieben. Zudem gelten für Daimler weltweit internationale Vereinbarungen und Grundsätze zur sozialen Verantwortung.

Die Themen Vielfalt und Chancengleichheit werden in unserer Verhaltensrichtlinie und der Konzernbetriebsvereinbarung »Fairer Umgang am Arbeitsplatz« beschrieben. Wenn Beschäftigte von Diskriminierung, Mobbing oder sexueller Belästigung betroffen sind oder solche Verstöße bei Kolleginnen und Kollegen beobachten, stehen ihnen verschiedene Ansprechpartner zur Verfügung: die Führungskräfte, der Personalbereich, die Sozialberatung, der Werksärztliche Dienst und der Betriebsrat. Eine weitere Option ist das Hinweisgebersystem BPO (Business Practices Office). Darüber können alle Beschäftigten weltweit sowie externe Hinweisgeber Verstöße melden, die ein hohes Risiko für das Unternehmen und seine Beschäftigten bedeuten. (Vgl. »Integrität und Compliance«)

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