Arbeitsschutz und Gesundheit

Unser übergeordnetes Ziel ist es, die Gesundheit und körperliche Unversehrtheit aller Daimler-Beschäftigten dauerhaft zu erhalten. Für die Sicherheit unserer Arbeitsplätze und die Gesundheit unserer Beschäftigten betreiben wir einen präventiven Ansatz, mit dem wir Arbeitsunfälle, arbeitsbedingte Erkrankungen und Berufskrankheiten so gut wie möglich verhindern wollen.

Jede Organisationseinheit im Daimler-Konzern legt regelmäßig eigene Arbeitsschutzziele fest und setzt sie um. Für die Festlegung von Zielen und Programmen gilt der »Top-down«-Ansatz.Die übergeordnete Gesamtstrategie wird vom leitenden Konzernarzt und vom leitenden Sicherheitsingenieur entwickelt und mit dem Vorstand abgestimmt. Sie sind für alle organisatorischen Einheiten in den Konzerngesellschaften verbindlich. Grundlage hierfür sind unsere Leitsätze zum Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie unsere Arbeitsschutzstrategie und die Ergebnisse von Audits und Reviews.

Die Umsetzung der Konzernrichtlinie zum Arbeits- und Gesundheitsschutz prüfen wir intern mittels Safety-Due-Diligence-Audits. Gegenstand der Prüfung sind Themen wie Sicherheitsund Unfallmanagement, Risiken durch gefährliche Tätigkeiten, Risiken durch Brand und Explosion, Risiken durch Umgebungsbedingungen oder Risiken durch Maschinen und Anlagen. Unsere Health & Safety-Mitarbeiter informieren die Verantwortlichen der jeweiligen Einheiten darüber, ob, und wenn ja, welche Risiken hierbei festgestellt wurden, und empfehlen konkrete Abhilfemaßnahmen. Bis zum Ende des Berichtszeitraums wurden 20 % der Produktionsstandorte mit Mehrheitsbeteiligungen auf diese Weise auditiert. Wir sind bestrebt, diesen Anteil bis 2023 auf 100 % zu erhöhen.

Verschiedene Standorte lassen ihr Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagementsystem unabhängig von den Safety-Due-Diligence-Audits von externen Zertifizierungsgesellschaften gemäß ISO 45001 (in der Vergangenheit OHSAS 18001) prüfen. 2019 haben rund 100.000 Beschäftigte an Produktionsstandorten mit einem zertifizierten Managementsystem gearbeitet. Das entspricht circa 40 % der weltweiten Belegschaft.

Die Daimler AG, die Mercedes-Benz AG und die Daimler Truck AG verfügen über ein standortübergreifendes Unfalldokumentationssystem und betreiben hierzu ein standardisiertes Kennzahlensystem. Alle Standorte berichten über aktuelle Unfälle und legen regelmäßig Unfallkennzahlen offen. Corporate Safety legt jährlich Grenzwerte zu Unfallkennzahlen für die Standorte und Bereiche fest. Darüber hinaus gibt es jährliche Zielvereinbarungen mit dem Träger der Standortverantwortung, in die auch die Umsetzung von Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen einfließt. Für alle Geschäftseinheiten wird ein monatlicher Bericht erstellt. Die konzernweiten Unfallkennzahlen werden in einem dreimonatigen Reporting an den Personalvorstand berichtet. (Vgl. Tabelle E. 03)

Neben der umfassenden arbeitsmedizinischen Beratung bieten wir unseren Beschäftigten Maßnahmen und Angebote der betrieblichen Gesundheitsförderung und der Sozialberatung an. Im Zentrum des Gesundheitsmanagements stehen seit vielen Jahren vorausschauende Lösungen – vom arbeitsplatznahen »Daimler GesundheitsCheck« über die ergonomische Arbeitsplatzgestaltung bis hin zu einem IT-System, das die dauerhafte Wiedereingliederung von Mitarbeitern mit gesundheitlichen Einschränkungen unterstützt.

E.03 Unfallkennzahlen1

    2019 2018
Unfallhäufigkeit      
Arbeitsunfälle (weltweit)   2.957 3.152
Unfallhäufigkeit
(weltweit, Anzahl aller Betriebsunfälle mit mindestens einem Ausfalltag pro 1 Million Anwesenheitsstunden)
Quote 6,8 7,7
Unfallbelastung
(weltweit, Anzahl der Ausfalltage pro 1 Million Anwesenheitsstunden)
  107 113
       
Todesfälle aufgrund von Betriebsunfällen   2 1
Todesfälle von Mitarbeitern aufgrund von Betriebsunfällen 2   1 1
Todesfälle bei Fremdarbeitskräften aufgrund von Betriebsunfällen   1 0

1 Erfassungsquote Daimler Produktionsstandorte weltweit: > 99 %.
2 Leider mussten wir im Jahr 2019 einen tödlichen Unfall eines Daimler-Mitarbeiters und einen eines Fremdfirmenmitarbeiters in Deutschland verzeichnen.

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