Innovation und Sicherheit

Neue Mobilität nimmt Gestalt an und wird erfahrbar

Die Automobilindustrie befindet sich in einem tief greifenden Umbruch. Als Erfinder des Automobils und Anbieter von individuellen Mobilitätslösungen, von smart über die breite Produktpalette von Mercedes-Benz Pkw bis hin zu Mercedes-Benz Vans, wollen wir diese massiven Veränderungen führend gestalten. Technische Herausforderungen bestehen weiterhin bei der Verknüpfung der vier für die Zukunft der Mobilität entscheidenden Felder Vernetzung (Connected), automatisiertes und autonomes Fahren (Autonomous), flexible Nutzung und Services (Shared & Services) sowie elektrische Antriebe (Electric). Die Elektrooffensive bei den Personenwagen wird unter der Technologie- und Produktmarke EQ zusammengefasst. Sie ist ein wichtiger Stellhebel auf dem Weg in Richtung emissionsfreies Fahren und für die immer anspruchsvoller werdenden globalen CO2-Ziele.

Connected: MBUX und Mercedes me

Die Mercedes-Benz User Experience, MBUX, ist 2019 um einige Features reicher geworden und wurde auf zahlreiche neue Baureihen ausgeweitet. Zu den neuen Funktionen zählt unter anderem das Feature »In Car Store«, mit dem Navigation, digitales Radio oder die Integration des Smartphones bestellt werden können. Außerdem ist es mithilfe von MBUX möglich, Gebühren von Parkplätzen am Straßenrand nahtlos zu begleichen. Am Beispiel der A-Klasse zeigt sich, dass Kunden gerne in Entertainment und Konnektivität investieren. So bestellen zwei von drei Kunden die High-End-Ausführung von MBUX.

MrJWW presents the A-Class 2018 (Part 2): MBUX & Connectivity

Seit dem Launch von Mercedes me in 2014 hat Mercedes-Benz über 80 mobilitätsbezogene Digitalservices entwickelt – kontinuierlich kommen weitere Services hinzu. Zudem sind sie in immer mehr Märkten verfügbar. Mit Mexico, Malaysia und Indien ist die Zahl der Märkte, in denen Mercedes me genutzt werden kann, auf 47 gestiegen. Die Mercedes me Aktivierungsrate von neuen Mercedes-Benz Fahrzeugen liegt bei über 90 %, das sind aktuell rund vier Millionen aktive Mercedes me Nutzer.

Für die Elektromobilität von heute und morgen bieten EQ-Modelle mit Mercedes me wichtige Funktionen an, wie die Navigation und die Anzeige der verbleibenden Reichweite, aber auch die Vorklimatisierung. Die Programmierung ist direkt über MBUX oder über die Mercedes me App möglich. Die EQ-spezifischen Inhalte von MBUX umfassen beispielsweise die Anzeige des Ladezustands sowie des Energieflusses. Fahrprogramme, Ladestrom und Abfahrtszeit lassen sich ebenfalls über MBUX bedienen und einstellen.

Die ENERGIZING Komfortsteuerung vernetzt die verschiedenen Komfortsysteme im Fahrzeug. Neu sind die intelligenten Empfehlungen über den ENERGIZING COACH. Dieser auf einem intelligenten Algorithmus basierende Service empfiehlt situativ und individuell passend eines der Programme aus der ENERGIZING Komfortsteuerung. Ziel ist es, sich auch bei anspruchsvollen oder eher monotonen Fahrten gut zu fühlen und entspannt anzukommen.

Mercedes-Benz B-Class (2019): ENERGIZING Packages | Features

Mit der Tank-App Bertha finden Autofahrer schnell und einfach die nächste, günstigste oder genau passende Tankstelle in der Nähe oder am Wunschort. Mit der integrierten Bezahlfunktion können die Nutzer ihre Tankfüllung direkt vom Fahrzeug aus bequem bezahlen.

Ende 2019 haben wir gemeinsam mit dem Zollernalbkreis angekündigt, dass wir im Rahmen eines Pilotprojekts mit Car-to-X-Kommunikation die Sicherheit auf winterlichen Straßen und die Effizienz des Winterdiensts verbessern wollen. Car-to-X bezeichnet die Kommunikation von Fahrzeugen untereinander und mit der Verkehrsinfrastruktur. Mercedes-Benz Pkw, die über Car-to-X-Technologie verfügen und deren Besitzer Live Traffic Service aktiviert haben, liefern dafür im Pilotversuch die notwendigen Daten. Erkennen die ESP®- oder ABS-Sensoren dieser Fahrzeuge rutschige Straßenverhältnisse, wird dies samt Positionsdaten über das Mobilfunknetz in Echtzeit an das Daimler Vehicle Backend gesendet. Diese anonymisierten Informationen werden in Echtzeit auf digitalen Karten in den beiden Straßenmeistereien des Zollernalbkreises dargestellt.

Neue Formen des automatisierten Fahrens

Einen Meilenstein auf dem Weg zum automatisierten Fahren setzen wir in Zusammenarbeit mit der BMW Group. Gemeinsam mit BMW wollen wir die nächste Technologiegeneration für Fahrassistenzsysteme und automatisiertes Fahren auf Autobahnen sowie automatisierte Parkfunktionen entwickeln. Die Kooperation ist offen für weitere Automobilhersteller und Technologiepartner. Die Ergebnisse der Zusammenarbeit sollen zudem weiteren OEMs zur Lizenzierung angeboten werden.

Gemeinsam mit Bosch entwickeln wir zudem automatisierte Fahrsysteme nach SAE-Level 4/5 speziell für den Stadtverkehr weiter. Seit Dezember 2019 bieten wir einem ausgewählten Nutzerkreis einen Mitfahrservice mit automatisiert fahrenden Mercedes-Benz S-Klasse Fahrzeugen in San José im Silicon Valley. Als Betreiber dieser Testflotte und des App-basierten Mobilitätsservices fungiert die Daimler Mobility AG.

Shared & Services: Joint Venture mit der BMW Group

Gemeinsam mit der BMW Group bündeln wir unsere Mobilitätsdienste in den YOUR NOW Joint Ventures mit dem Ziel, einen neuen globalen Player zu schaffen, der nachhaltige urbane Mobilität konsequent zum Nutzen der Kunden umsetzt. Zusammen investieren wir mehr als eine Milliarde Euro, um die bestehenden Angebote in den Bereichen für Ride-Hailing, Multi-modale Plattformen, Carsharing, Parken und Laden weiter auszubauen und eng miteinander zu verzahnen. Die Angebote der Joint Ventures werden weiter konsequent an den Bedürfnissen der Kunden ausgerichtet und in drei Säulen gebündelt: 1. FREE NOW & REACH NOW. 2. SHARE NOW. 3. PARK NOW & CHARGE NOW.

Elektrooffensive – Neuheiten der IAA 2019

Die Elektrifizierung des Automobils treibt Mercedes-Benz mit Nachdruck voran. Bereits bis 2022 wollen wir das gesamte Portfolio von Mercedes-Benz Cars elektrifizieren. Das bedeutet, dass in jedem Segment verschiedene elektrifizierte Alternativen angeboten werden sollen – vom Kompaktwagen bis zum SUV. Bis 2025 rechnen wir mit einem Anteil an rein elektrischen Fahrzeugen von bis zu 25 %.

Mercedes-Benz Cars at IAA 2019 | Highlights

Im Rahmen der Strategie »Ambition 2039« haben wir uns weitere Ziele gesetzt: Bis 2039 wollen wir im Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars eine komplett CO2-neutrale Neuwagenflotte anbieten. Bis 2030 wollen wir mehr als die Hälfte unserer Autos mit Elektroantrieb verkaufen – hierzu zählen vollelektrische Fahrzeuge und Plug-in-Hybride. In Deutschland werden dann nahezu alle Standorte Strom beziehen, der zu 100 % aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Wir streben eine CO2-neutrale Fahrzeugproduktion in Europa ab 2022 an. Auf lange Sicht soll sich die Wertschöpfungskette zum Wertschöpfungskreislauf entwickeln. Dabei wird die gesamte Lieferkette miteinbezogen. Elektromobilität wird bei uns zum Kerngeschäft. Künftige Fahrzeugarchitekturen sind von Anfang an für die Elektromobilität ausgelegt.

Ambition 2039: Our path to sustainable mobility

Der Mercedes-Benz VISION EQS feierte seine Weltpremiere im Rahmen der Pressekonferenz der IAA 2019 in Frankfurt. Das Showcar gibt einen Ausblick in die Zukunft des nachhaltigen modernen Luxus. Die elektrische Luxuslimousine unterstreicht Nachhaltigkeit als zentrales Thema. Denn mit dem Technologieträger VISION EQS zeigen wir ein Showcar auf Basis einer neuen, vollvariablen elektrischen Antriebsplattform, die in vielerlei Hinsicht skalierbar und modellübergreifend einsetzbar ist.

The VISION EQS Presented by Daimler Chief Design Officer Gorden Wagener

Plug-in-Hybride bieten Kunden die Vorteile zweier Welten: In der Stadt fahren sie rein elektrisch, bei langen Strecken profitieren sie von der Reichweite des Verbrenners. Sie machen das Fahrzeug insgesamt effizienter: Einerseits wird Energie beim Bremsen rekuperiert, andererseits fährt der Verbrennungsmotor in günstigen Betriebspunkten.

Mit Ablauf des Jahres 2019 führt Mercedes-Benz mehr als zehn Plug-in-Hybride im Programm – ein attraktives Portfolio vom Kompaktwagen bis zum Flaggschiff Mercedes-Benz S-Klasse. Ziel ist es, den Kunden im Jahr 2020 bereits weit mehr als 20 Modellvarianten anbieten zu können.

Mit A 250 e (Kraftstoffverbrauch, kombiniert: 1,6-1,4 l/100km; CO2-Emissionen, kombiniert: 36-32 g/km; Stromverbrauch, kombiniert: 15,3-14,6 kWh/100 km)1, A 250 e Limousine (Kraftstoffverbrauch, kombiniert: 1,5-1,3 l/100km; CO2‚-Emissionen, kombiniert: 35-31 g/km; Stromverbrauch, kombiniert: 15,2-14,5 kWh/100 km)1 und B 250 e (Kraftstoffverbrauch, kombiniert 1,6-1,4 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert 36-32 g/km, Stromverbrauch, kombiniert 15,4-14,7 kWh/100 km)1 waren drei Modelle der Kompaktwagenfamilie mit dem Hybridantrieb der dritten Generation erstmals zu sehen.

Auch im Bereich der SUVs wird die Elektrooffensive konsequent umgesetzt: Der neue GLE 350 de 4MATIC (Kraftstoffverbrauch kombiniert 1,3-1,1 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert 34-29 g/km, Stromverbrauch kombiniert 28,7-25,4 kWh/100 km)1 schafft dank einer Batterie mit 31,2 kWh Kapazität bei entsprechender Fahrweise eine rein elektrische Reichweite von über 100 Kilometern.

In sein neues Modelljahr startet zudem der GLC mit noch markanterem Design, dem Infotainmentsystem MBUX und aktuellen Fahrassistenzsystemen. Als SUV mit Allradantrieb ist auch der GLC 300 e 4MATIC (Kraftstoffverbrauch, kombiniert: 2,5-2,2 l/100 km, CO2-Emissionen, kombiniert: 58-51 g/km, Stromverbrauch, kombiniert: 18,3-16,5 kWh/100 km)1 für den Anhängerbetrieb prädestiniert.

Lösungen für die elektrische Ladeinfrastruktur

Zu unserer Elektrooffensive zählen außerdem neueste Lösungen für die elektrische Ladeinfrastruktur. Untersuchungen gehen davon aus, dass rund 70-80 % der Energiebedarfe für Ladevorgänge in der EU und den USA zu Hause oder am Arbeitsplatz abgedeckt werden und nur gut 20-30 % im halböffentlichen oder öffentlichen Raum. Für alle Bereiche stellen wir passende Lösungen bereit – darunter charge@home für das schnelle und sichere Laden zu Hause mit der neuen Mercedes-Benz Wallbox sowie Mercedes me Charge für das komfortable und unkomplizierte Laden unterwegs. Mit dem Projekt charge@Daimler bündeln wir unsere Aktivitäten zum Aufbau einer intelligenten Ladeinfrastruktur für alle eigenen Liegenschaften in Deutschland. Den Ausbau einer adäquaten Infrastruktur auch auf Langstrecken treiben wir mit charge@highway voran. Zusammen mit weiteren Automobilherstellern im Gemeinschaftsunternehmen IONITY wollen wir ein leistungsstarkes Schnellladenetz für Elektrofahrzeuge in Europa aufbauen. Eine intelligente Ladelösung für Unternehmen und Flottenbetreiber bieten wir mit charge@fleet an.

Moderne Verbrennungsmotoren sind weiterhin ­unverzichtbar

Noch über viele Jahre hinweg dürfte der Verbrennungsmotor das Rückgrat der globalen individuellen Mobilität bleiben. Umso wichtiger ist daher seine konsequente Weiterentwicklung hinsichtlich Effizienz und Umweltfreundlichkeit. Im Berichtsjahr haben wir unsere Motorenoffensive bei Mercedes-Benz planmäßig fortgesetzt und ausgebaut. Unsere neuen, hocheffizienten Vier- und Sechszylindermotoren als Diesel und Benziner sind jetzt bereits in einer Vielzahl von Modellen erhältlich. Wir sind davon überzeugt, dass der Diesel nicht zuletzt wegen seiner niedrigen CO2-Emissionen auch künftig ein fester Bestandteil im Antriebs-Mix sein wird.

Deutlich reduzierte NOx-Emissionen sind ein Kennzeichen von Fahrzeugen, die nach der Norm Euro 6d-TEMP zertifiziert sind. Diese Vorschrift erfüllen jetzt alle bestellbaren Mercedes-Benz Pkw im Neuwagengeschäft.

2019: ein Jahr der Sicherheitsjubiläen

Fahrzeugsicherheit gehört zu unseren Kernkompetenzen und ist zentraler Bestandteil unserer Produktstrategie. Unsere Vision vom unfallfreien Fahren treibt uns auch weiterhin an, Mobilität für alle Verkehrsteilnehmer so sicher wie möglich zu gestalten. In diesem Jahr haben wir wieder ein Experimental-Sicherheitsfahrzeug präsentiert, das ESF 2019. Mit dem neuen ESF zeigen wir, an welchen Ideen unsere Sicherheitsexperten momentan forschen und arbeiten. Unter dem gut ein Dutzend Innovationen sind dabei sowohl seriennahe Entwicklungen als auch solche, die weit in die Zukunft reichen. Beispiele sind das Kindersitzkonzept PRE-SAFE® Child und ein neues ganzheitliches Fahrersicherheitskonzept für den automatisierten Fahrmodus. Dazu zählen ein neuartiger Fahrer-Airbag sowie ein einzigartiges Lenkrad- und Pedalleriesystem.

Darüber hinaus war 2019 ein besonderes Jahr der Sicherheitsjubiläen: Bereits seit 50 Jahren untersuchen unsere Experten schwere Unfälle, an denen aktuelle Fahrzeuge mit dem Stern beteiligt sind. Die Erkenntnisse der Mercedes-Benz Unfallforschung (UFO) fließen in die Verbesserung und die Konstruktion modellgepflegter und neuer Modelle ein. Mit Kollegen in Indien und China ist die Mercedes-Benz Unfallforschung seit einigen Jahren auch international aufgestellt. Die fernöstlichen Unfallforscher profitieren von der Expertise aus Sindelfingen. Mithilfe von Augmented-Reality-Brillen können sie sich direkt und in Echtzeit mit den Kollegen austauschen und so eine gemeinsame Analyse durchführen, obwohl die deutschen UFO-Experten nicht vor Ort sind. Vor 60 Jahren fand zudem der erste Crashtest in der Geschichte der Marke statt. Damit begann für die Sicherheitsforschung eine neue Ära. Im Technologiezentrum Fahrzeugsicherheit in Sindelfingen können im Jahr rund 900 Crashtests durchgeführt werden. Hinzu kommen etwa 1.700 Schlittenversuche pro Jahr. Dabei ist auf dem Prüfschlitten ein Versuchsträger (Rohkarosse oder Prüfgestell) befestigt, der so den Belastungen eines realen Fahrzeugcrashs ausgesetzt wird. Bei den Crashtestverfahren und Testeinrichtungen setzen wir immer wieder neue Standards, die branchenweit Gültigkeit haben und somit die Fahrzeugsicherheit zum Wohle aller Verkehrsteilnehmer nachhaltig verbessern: Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik und dem Ernst-Mach-Institut (EMI) in Freiburg testet der Bereich Fahrzeugsicherheit von Mercedes-Benz den Einsatz von Röntgentechnologie bei Crashversuchen. Dadurch lässt sich das Verhalten sicherheitsrelevanter Bauteile in ihrem Inneren untersuchen.

STARTUP AUTOBAHN startet in die siebte Programmrunde

In Stuttgart gestartet, weltweit erfolgreich: Die Geschichte der STARTUP AUTOBAHN geht auf eine Initiative der Daimler AG zurück, die 2016 eine innovative Verbindung zwischen der Welt der Start-ups und der Welt etablierter großer Konzerne aus Industriebranchen wie der Autoindustrie suchte. Gemeinsam mit dem Start-up Accelerator Plug and Play, der Universität Stuttgart und der Forschungsfabrik ARENA2036 gründete Daimler die Innovationsplattform STARTUP AUTOBAHN und richtet jährlich zwei dreimonatige Programme aus, die jeweils von einem EXPO DAY abgeschlossen werden.

Unter dem Motto »THE NEXT GREEN THING« startete STARTUP AUTOBAHN im Sommer in die siebte Programmrunde – mit klarem Fokus auf Nachhaltigkeit. In der Scouting-Phase hat Daimler in den Suchfeldern Klimaschutz und Luftqualität, Ressourcenerhalt und lebenswerte Städte weltweit Ideen von mehr als 500 Start-ups geprüft, rund 30 im Detail mit zahlreichen Experten analysiert und einige davon für eine konkrete Zusammenarbeit ausgewählt. Das Themenspektrum ist vielfältig und zeigt die ganze Ideenfülle in der Start-up-Szene. Ein Start-up holt beispielsweise CO2 aus der Luft und stellt daraus Polymere her, die als weiche oder harte Schaumstoffe in Autositzen zum Einsatz kommen können.

Nachhaltig die Welt bewegen – Daimler Trucks & Buses

Transport ist das Rückgrat unserer Wirtschaft und unseres modernen Lebens. Ohne Lkw und Busse können Fabriken nichts produzieren, Supermärkte können nichts verkaufen und die Menschen können sich nur eingeschränkt fortbewegen. Die Welt stünde still. Unsere Kunden bewegen die Welt. Und unser Anspruch bei Daimler Trucks & Buses ist es, den Kunden passende Produkte und Services zu liefern, die sie in ihrem Geschäft erfolgreicher machen. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei künftig einem im Fahrbetrieb (»tank-to-wheel«) CO2-neutralen Waren- und Personenverkehr und dem unfallfreien Fahren. Beide Felder sind Teil der nachhaltigen Unternehmensstrategie von Daimler Trucks & Buses, einem der größten Nutzfahrzeughersteller weltweit. Im Rahmen dieser Strategie entwickelt das Unternehmen Fahrzeuge und Services, die unsere Gesellschaft voranbringen: effizient und elektrisch, automatisiert, zuverlässig und vernetzt.

Daimler Trucks: effizient und elektrisch

Daimler Trucks & Buses strebt bis zum Jahr 2039 an, in den Triademärkten Europa, Japan und NAFTA nur noch Neufahrzeuge anzubieten, die im Fahrbetrieb (»tank-to-wheel«) CO2-neutral sind. Bereits bis zum Jahr 2022 soll das Fahrzeugportfolio des Unternehmens in den Hauptabsatzregionen Europa, USA und Japan Serienfahrzeuge mit batterieelektrischem Antrieb umfassen. Darüber hinaus sollen alle europäischen Werke von Daimler Trucks & Buses bis zum Jahr 2022 CO2-neutral sein. Alle weiteren Werke sollen folgen. Leichte, mittelschwere und schwere Lkw mit batterieelektrischem Antrieb sind bereits in intensiver Kundenerprobung: der leichte FUSO eCanter in großen Metropolen rund um den Erdball, der schwere Lkw Mercedes-Benz eActros in Deutschland und der Schweiz, der mittelschwere Freightliner eM2 und der schwere Freightliner eCascadia in den USA.

Vollelektrische leichte Verteiler-Lkw vom Typ FUSO eCanter haben inzwischen mehr als eine Million Kilometer lokal emissionsfrei im urbanen Verteilerverkehr zurückgelegt. Diese Zahl ist insofern bemerkenswert, als ein FUSO eCanter im lokalen Verteilereinsatz üblicherweise täglich nur etwa 30 bis 80 Kilometer zurücklegt. Mittlerweile sind rund 150 Fahrzeuge bei Kunden in New York, Tokio, Berlin, London, Amsterdam, Paris und Lissabon im Praxiseinsatz. Im März 2019 hat mit Penske Truck Leasing einer der größten Flottenbetreiber in den USA ebenfalls FUSO eCanter übernommen. Der FUSO eCanter ist damit die dritte E-Lkw-Baureihe von Daimler Trucks im Fuhrpark von Penske, der mit dem eCascadia und dem eM2 bereits eLkw der Schwestermarke Freightliner nutzt.

Der vollelektrische Lkw Mercedes-Benz eActros beweist sich bereits seit Herbst 2018 im harten Alltagseinsatz bei Kunden. Im Rahmen der eActros Innovationsflotte hat Mercedes-Benz Trucks seit Herbst 2018 insgesamt zehn 18- und 25-Tonner für die Praxiserprobung an Kunden in Deutschland und der Schweiz übergeben. Durch die Auswertung Zehntausender von Kunden gefahrener Kilometer, aber auch durch den engen Austausch mit Fahrern, Disponenten und Flottenmanagern haben die Experten von Mercedes-Benz Trucks umfangreiche Erkenntnisse gewonnen. Diese fließen direkt in die Weiterentwicklung des eActros hin zum Serienfahrzeug, das ab dem Jahr 2021 vom Band laufen soll.

Mercedes-Benz eActros

In den USA baut Daimler Trucks den Praxistest für mittelschwere und schwere E-Lkw weiter aus. Die Markteinführung der Freightliner eCascadia und eM2 ist für 2021 geplant.

Seit November 2019 bietet die E-Mobility Group von Daimler Trucks & Buses als neuen Service für Lkw-Kunden ein ganzheitliches Ökosystem für den Einstieg in die elektrische Transportlogistik. Dazu gehören auch die Beratung und der Aufbau einer geeigneten Ladeinfrastruktur für Elektro-Lkw. Das modular aufgebaute Angebot umfasst neben der persönlichen und individuellen Beratung auch digitale Anwendungen, die den Einstieg in die E-Mobilität erleichtern. In einem ersten Schritt stehen die Märkte Europa, Nordamerika und Japan im Fokus.

Bis zur zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts plant Daimler Trucks & Buses sein Fahrzeugangebot zusätzlich um wasserstoffbetriebene Serienfahrzeuge zu ergänzen. In diesem Zusammenhang stellte Daimler Trucks Ende Oktober 2019 den Brennstoffzellen-Prototyp »Vision F-Cell« der Marke FUSO auf der Tokyo Motor Show in Japan vor und verstärkt damit konsequent seine Aktivitäten im Bereich Wasserstoff.

Automatisierte Daimler Trucks: mehr Sicherheit als Ziel

Die Vision vom unfallfreien Fahren leitet das Handeln bei Daimler Trucks & Buses seit Jahrzehnten. Der Weg dorthin führt über modernste aktive Sicherheitssysteme. Das Unternehmen hat hier vielfach Pionierarbeit geleistet. So kamen zahlreiche Sicherheitssysteme, die heute Industriestandard sind, in einem Mercedes-Benz Lkw auf den Markt. Im Zuge der engen Zusammenarbeit der Sparten finden diese Technologien zeitnah Eingang bei den anderen Lkw-Marken von Daimler Trucks.

So stellte Daimler Trucks Anfang 2019 auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas mit dem neuen Freightliner Cascadia den ersten teilautomatisierten Lkw (SAE-Level 2) in Serienproduktion für Nordamerika vor. Durch Detroit Assurance 5.0 mit aktivem Spurhalteassistenten im neuen Freightliner Cascadia beziehungsweise dem Active Drive Assist im Mercedes-Benz Actros und im FUSO Super Great bietet Daimler Trucks seinen Kunden in den USA, Europa und Japan seit diesem Jahr teilautomatisierte Fahrfunktionen (SAE-Level 2) in Serienfahrzeugen an. Die neuen Systeme können den Fahrer beim Bremsen, Beschleunigen und Lenken unterstützen. Anders als bei Systemen, die erst ab einer bestimmten Geschwindigkeit arbeiten, kann Active Drive Assist/Detroit Assurance 5.0 den Fahrer erstmals in einem Serien-Lkw in allen Geschwindigkeitsbereichen mit teilautomatisierten Fahrfunktionen unterstützen. Seit November 2019 profitieren auch Kunden in Asien beim Kauf eines neuen FUSO Super Great (SAE-Level 2) von der globalen Expertise im Bereich des automatisierten Fahrens.

Daimler Trucks: Insight into automation

Neben der Entwicklung von aktiven Sicherheitssystemen geht Mercedes-Benz Lkw die Verbreitung aktiver Sicherheitssysteme nun noch systematischer an. So bringt der Premiumhersteller ab Januar 2020 seinen Notbremsassistenten der neuesten Generation (ABA 5) europaweit serienmäßig in seine schweren Baureihen. Ebenso gibt es den Abbiegeassistenten, 2016 erstmals vorgestellt, ab sofort nicht nur ab Werk, sondern auch als eine vergleichbare Nachrüstlösung. So kommt Daimler Trucks & Buses seiner gesellschaftlichen Verantwortung nach, Unfälle mit Nutzfahrzeugen durch aktive Sicherheitssysteme möglichst zu vermeiden.

Mercedes-Benz new Actros: Active Brake Assist 5

Entwicklung und Erprobung von vollautomatisierten Lkw (SAE-Level 4)

Im Transportgewerbe ist SAE Level 4 der nächste logische Schritt nach Level 2, um Effizienz und Produktivität für die Kunden zu steigern und die Kosten pro Kilometer signifikant zu senken. Damit überspringt Daimler Trucks den Zwischenschritt des hochautomatisierten Fahrens (SAE Level 3). Level 3 bietet Lkw-Kunden keinen wesentlichen Vorteil gegenüber der jetzigen Situation, da den höheren Kosten für die hierfür notwendigen Technologien kein entsprechender Nutzen in der Praxis gegenübersteht.

Um diese Entwicklung stärker voranzutreiben, ist Daimler Trucks im März 2019 eine Partnerschaft mit Torc Robotics, einem Pionier im Bereich des automatisierten Fahrens, eingegangen, um künftig vollautomatisierte Lkw (SAE-Level 4) in den USA für die Serie zu entwickeln und zu vermarkten. Seit Juni 2019 bündelt Daimler Trucks darüber hinaus seine weltweiten Kompetenzen und Aktivitäten für automatisiertes Fahren in der neu gegründeten Autonomous Technology Group. Die zentralen Aufgaben der neuen Einheit umfassen die Gesamtstrategie für automatisiertes Fahren und deren Umsetzung, einschließlich Forschung und Entwicklung sowie Aufbau der erforderlichen Infrastruktur samt Netzwerk für den operativen Fahrzeugeinsatz. Daimler Trucks will mit der Autonomous Technology Group vollautomatisierte Lkw (SAE-Level 4) innerhalb eines Jahrzehnts zur Marktreife bringen. Im September 2019 starteten Daimler Trucks und Torc Robotics erstmals die Erprobung vollautomatisierter Lkw (SAE-Level 4) auf definierten Strecken im öffentlichen Verkehr im Südwesten Virginias. Der Einsatz auf öffentlichen Straßen folgte einer monatelangen Erprobung auf abgesperrten Strecken. Daimler Trucks sieht langfristig einen strategischen Schwerpunkt im Einsatz vollautomatisierter Lkw (SAE-Level 4), die im »Hub2Hub«-Verkehr auf langen Fernverkehrswegen zwischen Logistikknotenpunkten (Hubs) verkehren.

Daimler Trucks: zuverlässig und vernetzt

Zuverlässigkeit ist ein Kernmarkenwert der Lkw von Daimler Trucks. Als weltweit größter Hersteller von Lkw über 6 t arbeitet das Unternehmen kontinuierlich daran, unnötige Standzeiten der Fahrzeuge zu reduzieren, um damit die Verfügbarkeit der Trucks beim Kunden kontinuierlich zu erhöhen, denn Ausfallzeiten beeinträchtigen den Geschäftserfolg des Kunden. Im digitalen Zeitalter gehören daher innovative Konnektivitätslösungen und Softwaredienste mehr denn je zum Kerngeschäft von Daimler Trucks. Neben dem aktuellen Diensteportfolio arbeitet Fleetboard konsequent an neuen digitalen Lösungen für seine Kunden. So hat Daimler Fleetboard im ersten Quartal 2019 die Logistikanwendung habbl übernommen. Die Software von habbl ermöglicht es, Mercedes-Benz Lkw einfach in den Dispositionsprozess zu integrieren und Auftragsdaten bereitzustellen, um die Kommunikation mit den Fahrern zu erleichtern.

Wer 2019 im neuen Mercedes-Benz Actros oder Arocs mit dem »Multimedia-Cockpit interactive« Platz nimmt, ist nur einen Klick entfernt von einer neuartigen, voll vernetzten Fahrzeug-, Fahrer- und Logistikwelt: Schon auf der ersten Navigationsebene öffnet sich hinter dem »Connect«-Button eine Übersicht über alle installierten Apps. Über das neue Mercedes-Benz Truck App-Portal können sich Transportunternehmen die neuen Möglichkeiten der Vernetzung zunutze machen und ihre Lkw mit effizienz- und komfortsteigernden Apps ausstatten. Das Mercedes-Benz Truck App-Portal bietet drei Arten von Apps: erstens Inhouse-Apps von Daimler, darunter Apps von Mercedes-Benz Trucks und Fleetboard, zweitens ausgewählte Apps von Drittanbietern zum Beispiel zur digitalen Abwicklung von Prozessschritten oder zur Abarbeitung von Transportaufträgen und drittens Apps des Kunden selbst. Mit solchen Apps ist es möglich, den Lkw nachhaltig in die digitalen Geschäftsprozesse des Transport­unternehmens zu integrieren. Ziel bei alledem: den Alltag von Disponenten, Flottenmanagern und Fahrern einfacher zu machen.

Datenbasierte und vernetzte Services sind auch die Grundlage für die jüngste Initiative von Daimler Trucks, in Nordamerika das Thema Kundenerfahrung und Service auf eine neue Ebene zu bringen. Mit einer neuen Customer Experience (CX)-Organisation stellt Daimler Trucks seit Juni 2019 sicher, dass Kundenwünsche und Anregungen noch schneller und individueller umgesetzt werden können. Eine wichtige Rolle dabei spielen Services, die dem Kunden an allen Stationen seiner Nutzung von Daimler Trucks-Produkten befähigen, sein Kerngeschäft sicherer, effizienter und erfolgreicher zu machen. So soll sich für den Kunden der gesamte Serviceprozess von der Fahrzeugannahme über die Wartung bis zur Abholung deutlich effizienter gestalten. Hierfür hat Daimler Trucks in Nordamerika neue, app-basierte Kommunikationskanäle aufgesetzt, über die der Kunde mobil und intuitiv mit Serviceannahme und Werkstatt interagieren kann. Anspruch ist, dass kein Bearbeitungsprozess bei einem Serviceauftrag länger als 24 Stunden dauert.

Mercedes-Benz Vans: Transporter mit Elektroantrieb

Mercedes-Benz Vans treibt mit lokal emissionsfreien Elektroantrieben die Elektrifizierung seines Produktportfolios konsequent voran und trägt so zu einer nachhaltigeren Mobilität im städtischen Liefer- und Personenverkehr bei. Den Anfang machte der eVito Kastenwagen, gefolgt vom eVito Tourer (Stromverbrauch im kombinierten Testzyklus: 24,2 - 20,2 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km)2. Ende 2019 startete die Produktion des eSprinter in Düsseldorf. Ebenfalls 2019 hat Mercedes-Benz Vans mit dem EQV (Stromverbrauch kombiniert: 27,0 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km, Angaben vorläufig)3 zudem unsere erste rein batterieelektrisch angetriebene Großraumlimousine im Premiumsegment vorgestellt. Das Fahrzeug bietet bis zu 405 km Reichweite3 bei uneingeschränktem Nutzen im Innenraum.

Gut vernetzt: Transporte sicherer und effizienter machen

Neben individueller Mobilität spielt auch der Transport von Gütern eine tragende Rolle im städtischen Verkehrsaufkommen. Mercedes-Benz Vans bietet hierfür digitale Lösungen, Stichwort Mercedes PRO connect. Der Dienst von Mercedes PRO liefert den insoweit verantwortlichen Flottenkunden unter anderem Daten, mit denen sie den Fahrstil ihrer Fahrer analysieren können, zum Beispiel im Hinblick auf Kraftstoffverbrauch oder Verschleiß. Je nach Ergebnis können die Fahrer entsprechend geschult werden. Schulungen können dazu beitragen, den Kraftstoffverbrauch und die Unfallgefahr zu senken. Bislang ist Mercedes PRO connect in 19 europäischen Ländern sowie in den USA verfügbar. Von dem webbasierten Service profitieren Fuhrparkbetreiber vom Kleinstgewerbe bis hin zu Großkunden.

Mercedes PRO connect explained

Zur eDrive@Vans-Strategie gehört nicht nur die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte, sondern auch die Gestaltung einer Gesamtsystemlösung für den jeweiligen Anwendungsfall. Dazu zählen beispielsweise die Beratung bei der Auswahl des Fahrzeugs, die Unterstützung mit Tools wie der eVAN Ready App oder die ganzheitliche Betrachtung der Total Cost of Ownership. Entscheidend ist für potenzielle Nutzer von elektrischen Vans außerdem die Analyse der organisatorischen und technischen Gegebenheiten an den Standorten von gewerblichen Kunden. Schließlich schafft die Integration eines intelligenten Ladeinfrastrukturkonzepts die Voraussetzungen dafür, mit einem gewerblichen Fuhrpark Ressourcen zu schonen und wirtschaftlich konkurrenzfähig zu bleiben.

eDrive@VANs: eVito and eSprinter fit for urban life | 60 Seconds

digital@Vans bündelt die innovativen Lösungen im Bereich Digitalisierung. Unter der Marke Mercedes PRO fasst Mercedes-Benz Vans webbasiert alle digitalen Dienstleistungen und Lösungen für die täglichen Anforderungen seiner Kunden zusammen, vom Kleinstgewerbe bis hin zum Großkunden. Dabei optimiert Mercedes PRO beispielsweise die Kommunikation zwischen Fuhrparkmanager, Fahrzeug und Fahrer. Darüber hinaus ermöglicht es die Online-Steuerung von Aufträgen und die Abfrage von Fahrzeuginformationen wie Standort, Tankfüllstand oder Wartungsintervalle nahezu in Echtzeit. Zudem entwickelt das Unternehmen passgenaue digitale Lösungen für unterschiedliche Branchen und ermöglicht beispielsweise mit VAN2SHARE oder In-Van Delivery & Return vollkommen neue Service- und Geschäftsmodelle für seine Kunden und sich selbst.

Mit dem Vision URBANETIC präsentiert Mercedes-Benz Vans unter autonomous@Vans in Ergänzung zu den Elektrifizierungslösungen ein innovatives Mobilitätskonzept, das zeigt, wie die autonome Zukunft der Mobilität aussehen kann. Der Vision URBANETIC hebt die Trennung von Personenbeförderung und Gütertransport durch ein innovatives Wechselkonzept auf und ermöglicht eine bedarfsgerechte, nachhaltige und effiziente Beförderung von Personen und Gütern. Damit erfüllt der Vision URBANETIC die Bedürfnisse von Städten, Unternehmen unterschiedlichster Branchen sowie Stadtbewohnern und Reisenden auf innovative Weise. Das Konzept soll die Verkehrsströme reduzieren, innerstädtische Infrastrukturen entlasten und so zu einer neuen urbanen Lebensqualität beitragen.

Effizienter Personentransport

Die Busse der Marken Mercedes-Benz und Setra, als unverzichtbarer Teil des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), spielen eine wichtige Rolle, um weltweit die hohe Verkehrsbelastung, Umweltverschmutzung und straßennahe Stickoxidbelastungen zu reduzieren. Unser Anspruch ist es, eine effizientere Mobilität in den Städten zu ermöglichen und dazu beizutragen, die Belastungen durch den Verkehr gerade in urbanen Gebieten zu verringern. Gleichzeitig haben wir niedrige Total Cost of Ownership (TCO) und die Reduzierung der Emissionen im Blick: Daimler Buses bietet über die gesamte Produktpalette höchst wirtschaftliche und innovative Fahrzeuge, abgestimmt auf den Bedarf der Kunden und den Einsatzzweck, an. Denn wir wollen für jedes Einsatzszenario im ÖPNV – von der Kleinstadt bis zur Großstadt und von einfacher bis anspruchsvoller Topografie – die richtige Lösung für unsere Kunden anbieten.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln umweltschonend unterwegs

Wir arbeiten intensiv an der Elektrifizierung unserer Fahrzeuge. Einen besonderen Fokus richten wir dabei auf Fahrzeuge, die im urbanen Bereich zum Einsatz kommen. Mit dem vollelektrisch angetriebenen Mercedes-Benz eCitaro bietet Daimler Buses seit 2018 einen lokal emissionsfreien Stadtbus für einen umweltschonenden öffentlichen Personennahverkehr in Städten und Ballungsgebieten an. Die Produktion des batterieelektrisch angetriebenen eCitaro läuft auf Serienniveau. Produkte wie der eCitaro können einen wichtigen Beitrag zu Klimaschutz und Luftreinhaltung in Städten leisten.

Mercedes-Benz Buses | Premiere Heidelberg & Mannheim | Erste eCitaro Linie der Welt | DE

Auch die weitere Technologieentwicklung haben wir im Blick: Ab 2020 wollen wir den eCitaro auch als Gelenkbus anbieten; Ende des gleichen Jahres soll er zudem mit Feststoffbatterien (Lithium-Polymer-Batterien) verfügbar sein. Ab 2021 erfolgt voraussichtlich die Einführung des eCitaro mit der nächsten Batteriegeneration. Ab 2022 möchten wir den Batteriebus mit einem sogenannten Range Extender mittels Brennstoffzelle auf den Markt bringen.

Der eCitaro ist Teil des Gesamtsystems eMobility von Daimler Buses. Um die Kunden bei der Umstellung auf elektrische Busflotten zu begleiten, beraten wir sie zu verschiedenen Einsatzmöglichkeiten. Dabei berücksichtigen wir unter anderem Linienlänge, Fahrgastaufkommen, Energiebedarf, Reichweiten- berechnung und Lademanagement. Außerdem finden Ecotrainings für Buskunden und deren Fahrer statt, um ein umweltbewusstes Fahren zu fördern.

Sicherheit bei Daimler Buses: Vision vom unfallfreien ­Fahren

Als ein Buspionier steht Daimler Buses traditionell für die Sicherheit bei Stadt-, Reise- und Überlandbussen. Mit modernen Fahrerassistenzsystemen und fahrzeugseitigen Schutzsystemen möchten wir die Sicherheit im Straßenverkehr deutlich erhöhen, um schließlich unfallfrei zu fahren. Mit diesem Anspruch leisten wir einen Beitrag zur Erreichung des Ziels der Europäischen Union, wonach bis 2050 die Anzahl der Verkehrstoten auf nahezu null sinken soll. Auch zur Erhöhung der Lebensqualität in Städten tragen wir dadurch bei. Das Ziel des integralen Sicherheitskonzepts ist ambitioniert: Es ist die Umsetzung der Vision vom unfallfreien Fahren.

Sicherheit besteht bei Daimler Buses nicht aus Einzelmaßnahmen, vielmehr steckt ein umfassendes integrales Sicherheitskonzept dahinter. Im Zentrum steht fahrzeug- und einsatzspezifisch eine Vielzahl innovativer Sicherheitsausstattungen mit dem Ziel, die aktive und passive Sicherheit fortlaufend zu steigern. Dies wird unterstützt durch weitere Maßnahmen wie das Fahrertraining. Fahrer sollen Gefahren rechtzeitig erkennen und vermeiden. Ebenso sollen sie bei einem Unfall richtig reagieren. Auch die Fahrgastinformation zum Umgang mit den Sicherheitseinrichtungen an Bord – beginnend mit dem Anlegen des Sicherheitsgurts – ist Teil des Konzepts. Es reicht aber weit darüber hinaus und umfasst eine verantwortungsbewusste Wartung des Fahrzeugs und die Verwendung von geprüften Originalersatzteilen im Service. Das Ziel des integralen Sicherheitskonzepts ist die Umsetzung der Vision vom unfallfreien Fahren.

Die stetige Weiterentwicklung unserer Sicherheits- und Assistenzsysteme zeigt, dass wir dieser Vision immer näherkommen möchten: Der Notbremsassistent Active Brake Assist 4 ist seit dem Jahr 2019 Serienausstattung in allen Reisebussen von Mercedes-Benz und Setra. Er warnt den Fahrer vor einer Kollision mit Fußgängern und leitet bei vorausfahrenden und stehenden Hindernissen automatisch eine Vollbremsung ein. Der erste aktive Bremsassistent für Stadtlinienbusse, der Preventive Brake Assist, ist seit 2019 optional für die gesamte Modellfamilie des Mercedes-Benz Citaro und den Mercedes-Benz Conecto lieferbar. Der radarbasierte Abbiegeassistent Side­guard Assist mit Personenerkennung für Busse unterstützt den Fahrer beim kritischen Rechtsabbiegen. Er ist für sämtliche Ausführungen des Mercedes-Benz Citaro, den Tourismo sowie sämtliche Setra Reisebusse der ComfortClass 500 und TopClass 500 lieferbar.

Mercedes-Benz Technology and Innovation | Der Citaro hybrid. [DE]

1 Die angegebenen Werte sind die ermittelten »NEFZ-CO2-Werte« i. S. v. Art.2 Nr. 1 Durchführungsverordnung (EU) 2017/1153. Die Kraftstoffverbrauchswerte wurden auf Basis dieser Werte errechnet. Die Reichweite und der Stromverbrauch wurden auf der Grundlage der VO 692/2008/EG ermittelt. Als Bemessungsgrundlage nach dem EmoG ist ein anderer Wert maßgeblich. Als Bemessungsgrundlage für die Kraftfahrzeugsteuer kann ein höherer Wert maßgeblich sein. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem »Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch« neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

2 Der Stromverbrauch wurde auf der Grundlage der VO 692/2008/EG ermittelt. Der Stromverbrauch ist abhängig von der Fahrzeugkonfiguration, insbesondere von der Auswahl der Höchstgeschwindigkeitsbegrenzung.

3 Angaben zu Stromverbrauch und Reichweite sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst für das Zertifizierungsverfahren nach Maßgabe der UN/ECE-Regelung Nr. 101 ermittelt. Die EG-Typgenehmigung und eine Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.

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