Portfolioveränderungen und strategische Kooperationen

Mit gezielten Investitionen und richtungsweisenden Partnerschaften haben wir im Jahr 2019 unser Kerngeschäft gestärkt und zusätzliche Wachstums­potenziale erschlossen. Die ­wichtigsten Projekte werden im Folgenden kurz beschrieben.

Daimler und die BMW Group investieren mehr als 1 Mrd. € in gemeinsamen Mobilitätsdienstleister

Nach erfolgreichem Closing des Joint-Venture-Vertrags haben die beiden Unternehmen im Februar 2019 im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz darüber informiert, mehr als 1 Mrd. € in den Ausbau und die engere Verzahnung der bestehenden Angebote in den Bereichen Ride-Hailing, multimodale Plattformen, Carsharing, Parken und Laden zu investieren. Dabei sollen konsequent die Chancen genutzt werden, die sich durch Digitalisierung, Shared Services und das steigende Mobilitätsbedürfnis der Kunden ergeben. Im Zeitraum Februar bis zum Jahresende 2019 wurden 588 Mio. Transaktionen über den Joint-Venture-Verbund YOUR NOW vorgenommen. Die Angebote der Joint Ventures wurden weiter konsequent an den Bedürfnissen der Kunden ausgerichtet und mit Wirkung zum 1. Januar 2020 in drei Säulen gebündelt: 1. FREE NOW & REACH NOW. 2. SHARE NOW. 3. PARK NOW & CHARGE NOW. Die Einführung einer neuen Dachgesellschaft zum 1. Januar 2020 unterstützt die effiziente Steuerung dieser drei Säulen.

Daimler und Geely Holding gründen ein globales Joint Venture zur Weiterentwicklung von smart

Im März 2019 haben die Daimler AG und die Zhejiang Geely Holding Group die Gründung eines global ausgerichteten 50:50-Joint-Ventures bekannt gegeben. Ziel ist es, smart, einen Pionier urbaner Mobilität, zu einer der führenden Marken für Elektromobilität weiterzuentwickeln. Der Joint-Venture-Vereinbarung zufolge wird die Produktion der nächsten Generation von smart Elektromodellen in einer neuen, speziell dafür erbauten Elektroautofabrik in China erfolgen. Der globale Vertrieb soll im Jahr 2022 beginnen.

Daimler Trucks erwirbt Mehrheitsanteil an Torc Robotics

Daimler Trucks und Torc Robotics, ein Pionier im Bereich des autonomen Fahrens, haben im März 2019 angekündigt, eine Partnerschaft zur Vermarktung automatisierter Lkw in den USA einzugehen. Die Unternehmen haben vereinbart, dass die Daimler Trucks and Buses US Holding LLC, eine Tochtergesellschaft der Daimler Truck AG, einen Mehrheitsanteil von Torc Robotics erwirbt und damit eine Verbindung entsteht, die weit über ein herkömmliches Hersteller-Lieferanten-Verhältnis hinausgeht. Automatisierte Lkw haben großes Potenzial, den weltweit wachsenden Transportbedarf durch verbesserte Effizienz und noch mehr Sicherheit abzudecken. Daimler Trucks und Torc Robotics ergänzen sich ideal im Hinblick auf Ressourcen, Expertise und Fähigkeiten. Der Mehrheitserwerb wurde im dritten Quartal 2019 abgeschlossen.

Daimler AG und BMW Group starten langfristige Entwicklungskooperation für automatisiertes Fahren

Im Juli 2019 starteten Daimler und die BMW Group ihre Zusammenarbeit im Bereich automatisiertes Fahren. Die beiden Unternehmen haben einen Vertrag über eine langfristige, strategische Kooperation auf diesem Gebiet unterzeichnet. Daimler und die BMW Group wollen gemeinsam die nächste Technologiegeneration für Fahrassistenzsysteme und automatisiertes Fahren auf Autobahnen sowie automatisierte Parkfunktionen entwickeln. Darüber hinaus streben die Partner auch Gespräche über eine Ausdehnung des Kooperationsumfangs auf höhere Automatisierungsgrade im urbanen Umfeld an. Das unterstreicht den langfristig und nachhaltig angelegten Charakter der Kooperation hin zu einer skalierbaren Plattform des automatisierten Fahrens. Die Kooperation ist offen für weitere Automobilhersteller und Technologiepartner. Die Ergebnisse der Zusammenarbeit sollen zudem weiteren OEMs zur Lizenzierung angeboten werden. Ziel der Zusammenarbeit ist unter anderem eine schnelle Markteinführung der Technologie. Ab dem Jahr 2024 sollen entsprechende Systeme in Pkw für Privatkunden verfügbar sein. Jedes Unternehmen wird die Ergebnisse der Entwicklungskooperation individuell in seinen Serienprodukten umsetzen. Im Rahmen der Kooperation werden voraussichtlich über 1.200 Fachleute zusammenarbeiten, zum Teil auch in gemischten Teams. Die Aufgaben bestehen unter anderem darin, eine skalierbare Architektur für Fahrassistenzsysteme inklusive Sensoren zu konzipieren, ein gemeinsames Rechenzentrum zur Speicherung, Verwaltung und Weiterverarbeitung von Daten aufzubauen sowie Funktionen und Software zu entwickeln.

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