Rating

Das Kreditrating der Daimler AG hat sich im Geschäftsjahr 2019 bei vier der von uns beauftragten Agenturen verändert. Moody’s und S&P haben ihre Einstufung des kurz- und langfristigen Ratings um jeweils eine Bewertungsstufe zurückgenommen. Der Ausblick wurde von beiden Agenturen von »stabil« auf »negativ« gesetzt. Auch DBRS hat den Ausblick für das Langfristrating von »stabil« auf »negativ« geändert. Bei Fitch hat sich unser Kurzfristrating um eine Stufe auf F1 verbessert. (Vgl. Tabelle B.34)

B.34 Rating

  Ende 2019 Ende 2018
     
Langfristiges Rating    
S&P A- A
Moody’s A3 A2
Fitch A- A-
Scope A A
DBRS A A
     
Kurzfristiges Rating    
S&P A-2 A-1
Moody’s P-2 P-1
Fitch F1 F2
Scope S-1 S-1
DBRS R-1 (low) R-1 (low)

Am 21. Mai 2019 bestätigte Fitch Ratings (Fitch) das bestehende langfristige Emittenten-Rating von A- mit stabilem Ausblick für die Daimler AG. Fitch betonte das starke Geschäftsprofil von Daimler und die führende Marktstellung seiner automobilen Geschäftsfelder. Gleichzeitig stufte Fitch das Kurzfristrating von F2 auf F1 hoch. Dieser Schritt erfolgte unter Verweis auf die gute Finanzlage und die finanzielle Flexibiltät des Konzerns.

Die europäische Ratingagentur Scope Ratings (Scope) bestätigte am 17. Dezember 2019 das Emittenten-Rating der Daimler AG und ihrer Finanzgesellschaften mit A. Scope geht davon aus, dass Daimler seine führenden Marktpositionen bei Mercedes-Benz Cars und Daimler Trucks weiter aufrechterhalten kann. Auch die diversifizierte globale Präsenz des Unternehmens stütze das Rating. Das Finanzrisikoprofill von Daimler wird angesichts der sehr guten Liquiditätsausstattung weiterhin als wesentlicher Faktor für das Rating eingestuft.

Am 12. Dezember 2019 stufte S&P Global Ratings (S&P) das langfristige Unternehmensrating der Daimler AG von A auf A- herunter. Der Ausblick wurde auf »negativ« gesetzt. Das Kurzfristrating wurde von A-1 auf A-2 geändert. S&P begründete diese Maßnahme im Wesentlichen mit der deutlich zurückgenommenen Ergebnisprognose von Daimler. Darüber hinaus sei Daimler verschiedenen Herausforderungen ausgesetzt. Dazu gehörten unter anderem die Umstellung des Produktportfolios auf Elektrofahrzeuge, die Erreichung der anspruchsvollen CO2-Ziele in Europa, geopolitische Risiken für den Welthandel, eine Intensivierung des Wettbewerbs und die Umsetzung der von Daimler geplanten Restrukturierungsmaßnahmen.

Moody’s Investors Service (Moody’s) hat das Langfristrating der Daimler AG und ihrer in das Rating einbezogenen Tochtergesellschaften am 13. Dezember 2019 von A2 auf A3 herabgestuft. Der Ausblick wurde auf »negativ« gesetzt. Das Kurzfristrating wurde auf P-2 zurückgenommen. Moody’s begründete diesen Schritt mit dem zurückgenommenen Ergebnisausblick von Daimler für die kommenden Jahre sowie den zusätzlich zu erwartenden Restrukturierungskosten aus dem angekündigten Effizienzprogramm. Außerdem bestünden Herausforderungen aus der Umstellung des Produktportfolios auf Elektrofahrzeuge und einem möglichen allgemeinen Abschwung der Automobilnachfrage.

Die kanadische Agentur DBRS bestätigte in einer Pressemitteilung am 28. November 2019 das Langfristrating für die Daimler AG auf der Bonitätsstufe A. Allerdings wurde der Ausblick von »stabil« auf »negativ« verändert. DBRS begründete diese Veränderung mit der schwächeren Ergebnissituation bei Daimler und den strukturellen Herausforderungen in unserem Automobilgeschäft. Der Ausblick des Kurzfristratings von R-1 (low) wurde dagegen auf »stabil« belassen.

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