Ertragslage

Die Ertragslage der Daimler AG war im Geschäftsjahr durch die Ausgliederung des operativen Geschäfts in die Mercedes-Benz AG sowie die Daimler Truck AG geprägt. Die Veränderung der Ertragslage resultiert insbesondere aus dem Rückgang des Finanzergebnisses um 7,9 Mrd. € auf -0,5 Mrd. € sowie dem geringeren Steueraufwand (-1,1 Mrd. €). (Vgl. Tabelle B.37)

B.37 Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung der Daimler AG

  2019 2018
in Millionen €    
     
Umsatzerlöse 2.019 112.491
Umsatzkosten (inkl. F&E-Aufwendungen) -1.959 -103.232
Vertriebskosten -7.904
Allgemeine Verwaltungskosten -964 -2.304
Sonstiges betriebliches Ergebnis -272 -292
Operatives Ergebnis -1.176 -1.241
Finanzergebnis -546 7.318
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 44 -1.055
Jahresfehlbetrag -1.678 5.022
     
Entnahme aus (i.V. Einstellung in) Gewinnrücklagen 2.641 -1.545
     
Bilanzgewinn 963 3.477

Die Daimler AG erzielte Umsätze vor allem aus der Erbringung von Dienstleistungen für Konzernunternehmen in Höhe von 2,0 (i. V. 112,5) Mrd. €. Der Rückgang der Umsatzerlöse resultiert nahezu ausschließlich aus der Ausgliederung des operativen Geschäfts in die Mercedes-Benz AG sowie die Daimler Truck AG.

Die Umsatzkosten umfassen die zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen an Konzerngesellschaften und reduzierten sich aufgrund der neuen Managementholdingfunktion auf 2,0 (i. V. 103,2) Mrd. €.

Aufgrund der Neuausrichtung der Daimler AG fallen im Geschäftsjahr keine Vertriebskosten (i. V. 7,9 Mrd. €) an.

Die Verwaltungskosten lagen bei 1,0 (i. V. 2,3) Mrd. €. Darin enthalten sind Kosten im Zusammenhang mit »Projekt Zukunft« in Höhe von 0,2 Mrd. €. Der Rückgang der Verwaltungskosten ist durch die Ausgliederung bedingt.

Das sonstige betriebliche Ergebnis lag bei -0,3 (i. V. -0,3) Mrd. € und beinhaltet im Wesentlichen Aufwand aus der Zuführung zu Rückstellungen für konzernexterne Derivate des Fahrzeuggeschäfts in Höhe von 0,2 Mrd. €.

Das Finanzergebnis reduzierte sich um 7,9 Mrd. € auf -0,5 Mrd. €. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf ein um 11,8 Mrd. € gesunkenes Beteiligungsergebnis zurückzuführen. Ursächlich hierfür waren vor allem Aufwendungen aus der Neueinschätzung von Risiken im Zusammenhang mit laufenden behördlichen und gerichtlichen Verfahren und Maßnahmen betreffend Mercedes-Benz-Dieselfahrzeuge in verschiedenen Regionen und Märkten sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit einer aktualisierten Risikobewertung für einen erweiterten Rückruf von Takata-Airbags, die zu einer Verlustübernahme der betroffenen Tochtergesellschaft geführt haben. Gegenläufig wirkt ein um 4,2 Mrd. € verbessertes Zinsergebnis, vor allem bedingt durch die betriebliche Altersversorgung (3,8 Mrd. €). Der positive Effekt ergibt sich insbesondere aus geringeren Aufwendungen aus der Veränderung des Rechnungszinssatzes und der Aufzinsung der Verpflichtung, beides bedingt durch die Übertragung von Pensionsverpflichtungen auf die Mercedes-Benz AG und die Daimler Truck AG sowie aus der im Vergleich zu 2018 höheren Rendite des Zweckvermögens. Darüber hinaus entstand in 2018 aus der Einbringung von Pensionsverpflichtungen und Zweckvermögen in die Daimler Pensionsfonds AG ein einmaliger Zinsaufwand.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betragen 0,0 (i. V. -1,1) Mrd. €. Ursache für den Rückgang ist die steuerliche Verlustsituation im steuerlichen Organkreis.

Der Jahresfehlbetrag beträgt 1,7 (i. V. Jahresüberschuss 5,0) Mrd. €. Damit liegt das Ergebnis deutlich unter den im Prognosebericht des Vorjahres genannten Erwartungen. Die Entwicklung ist maßgeblich auf das stärker als erwartet rückläufige Finanzergebnis zurückzuführen. Der Rückgang im Finanzergebnis ist im Wesentlichen durch ein verringertes Beteiligungsergebnis aufgrund von Verlustübernahmen wesentlicher Tochtergesellschaften bedingt.

Die wirtschaftliche Lage der Daimler AG in ihrer Managementholdingfunktion hängt im Wesentlichen von der Entwicklung ihrer Tochtergesellschaften ab. An den operativen Ergebnissen der Tochtergesellschaften partizipiert die Daimler AG über deren Ausschüttungen und Ergebnisabführungen. Damit entspricht die wirtschaftliche Lage der Daimler AG grundsätzlich der des Daimler-Konzerns, die im Kapitel »Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage« erläutert ist.

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