Anti Financial Crime Compliance

Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung stellen erhebliche gesellschaftspolitische Risiken dar. Deshalb haben wir die Prävention und Bekämpfung von Geldwäsche in unserer Richtlinie für integres Verhalten als ein zentrales Compliance-Ziel definiert. Mit unserem Kerngeschäft, der weltweiten Produktion und dem weltweiten Verkauf von Kraftfahrzeugen, unterliegen wir und unsere kontrollierten Konzerngesellschaften den Vorschriften des Geldwäschegesetzes GwG, die für sogenannte »gewerbliche Güterhändler« gelten. Demnach sind wir verpflichtet, konzern- und folglich weltweit Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu ergreifen (sog. Anti-Money Laundering, »AML«, und Counter Terrorist Financing, »CTF«).

Ein konzernweit gültiger, integrierter Compliance Ansatz soll im Fachbereich »Anti-Financial Crime«(AFC) die Verhinderung der Umgehung von supranationalen und nationalen Sanktionen mit der Prävention und Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, organisierter Kriminalität sowie sonstiger Wirtschaftskriminalität verbinden. Denn neben den gesellschaftspolitischen Implikationen können diese Risiken unsere Reputation nachhaltig beeinträchtigen und finanzielle Schäden verursachen, die unsere Gesellschaften sowie unsere Share- und Stakeholder treffen.

Die Aufbauorganisation des Fachbereichs AFC nimmt damit als zentrale Konzerneinheit geschäftsfeldübergreifend die Ordnungsfunktion nach dem GwG wahr. Sie bündelt als zentrale Einheit zugleich die beiden Center of Competence zur Prävention und Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (CoC AML) sowie das Center of Competence zur Sanktionslistenprüfung (Checks against Sanctions Lists,CoC CSL). Ziel des Prozesses der Sanctions Compliance ist es sicherzustellen, dass systematisch geprüft wird, ob betroffene natürliche oder juristische Personen oder Organisationen weltweit in Sanktionslisten erfasst sind (sogenannte Checks against Sanctions Lists, CSL). Die Prüfung erfolgt daher gegen supranationale Sanktionslisten zum Beispiel der Vereinten Nationen (UN), der Europäischen Union (EU), aber auch nach Maßgabe anwendbarer nationaler Sanktionslisten, wie insbesondere der USA sowie anderer nationalen Sanktionslisten.

Die Prüfung betrifft, wie gesetzlich vorgesehen, Kunden und Geschäftspartner, zum Beispiel im Vertrieb oder Einkauf, gleichermaßen wie Mitarbeiter oder strategische Kooperationspartner. Bei der Sanktionslistenprüfung werden datenschutzrechtliche Anforderungen berücksichtigt. Mit unserem integrierten Compliance-Ansatz verfolgen wir das Ziel einer effektiven Prävention und Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismus­finanzierung.

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