Innovation, Sicherheit und Umweltschutz

Neue Mobilität nimmt Gestalt an und wird erfahrbar

Die Automobilindustrie befindet sich in einem tief greifenden Umbruch. Als Erfinder des Automobils und Anbieter von individuellen Mobilitätslösungen, von smart über die breite Pkw-Palette von Mercedes-Benz bis zu Vans, Bussen und Lkw, wollen wir diese massiven Veränderungen führend gestalten. Auf den vier für die Zukunft der Mobilität entscheidenden Feldern Vernetzung (Connected), automatisiertes und autonomes Fahren (Autonomous), flexible Nutzung und Services (Shared & Services) und elektrische Antriebe (Electric) greift unsere Unternehmensstrategie CASE. Die Kombination der vier Felder bietet Möglichkeiten, ganz neue Angebote für die Kunden zu entwickeln und Mobilität so intuitiv wie möglich zu gestalten. Ein autonom fahrendes elektrisches Taxi, das über ein Smartphone angefordert wird, ist dafür ein gutes Beispiel. Die Elektrooffensive bei den Personenwagen wird unter der neuen Technologie- und Produktmarke EQ zusammengefasst. Sie ist ein wichtiger Stellhebel auf dem Weg in Richtung emissionsfreies Fahren und für die immer anspruchsvoller werdenden globalen CO2-Ziele.

Reinventing Mobility: The CASE strategy

Connected: MBUX – Mercedes-Benz User Experience setzt Maßstäbe

Im Themenfeld Connected ist MBUX – Mercedes-Benz User Experience – seit dem Start der neuen A-Klasse im Mai für unsere Kunden verfügbar. Das völlig neue Infotainment-System ist dank Künstlicher Intelligenz lernfähig, individualisierbar und stellt sich auf die Gewohnheiten der Nutzer ein. Es schafft so eine emotionale und intuitive Verbindung zwischen Fahrzeug und Fahrer. Auch die Bedienung der natürlichen Sprachsteuerung wird intuitiver.

MrJWW presents the A-Class 2018 (Part 2): MBUX & Connectivity

Beginnend mit dem GLE kommt jetzt der Interieur Assistent hinzu, der Hand- und Armbewegungen von Beifahrer und Fahrer getrennt erkennt und den jeweiligen Bedienwunsch unterstützt.

Inzwischen sind die digitalen Services von Mercedes me längst auf dem Weg, zum intelligenten, persönlichen und mobilen Assistenten der Mercedes-Benz Fahrer zu werden. Dies unterstreichen die sehr hohen Aktivierungsquoten der Mercedes me Dienste durch die Kunden.

Autonomous: vom Stau-Assistenten zum fahrerlosen Automobil

Vernetzung spielt auch bei den automatisierten Fahrfunktionen eine wichtige Rolle. Die Fahrassistenzsysteme nutzen schon heute Live-Traffic- und Car-2-X-Informationen. Doch die Ziele sind deutlich weiter gesteckt. Der Mercedes-Benz Intelligent World Drive 2017/2018 hat gezeigt, dass lernfähige Systeme im länderspezifischen, realen Straßenverkehr eine zentrale Rolle auf dem Weg zum autonomen Fahren spielen. Ein Erprobungsfahrzeug auf Basis der aktuellen S-Klasse absolvierte eine anspruchsvolle Studienreise auf fünf Kontinenten, um bei automatisierten Testfahrten im realen Verkehr zu »lernen«. Ob

Zebrastreifen auf chinesischen Autobahnen, Rechtsabbiegen von der linken Fahrspur im australischen Melbourne oder Fußgängerverkehr auf jeder Art von Straßen in Südafrika – auf jedem Kontinent stand die S-Klasse vor Herausforderungen, die Einfluss auf das Fahrverhalten künftiger automatisierter und autonomer Fahrzeuge haben werden.

Der nächste Schritt findet in der kalifornischen Metropole San José statt: Bosch und Daimler entwickeln das voll automatisierte und fahrerlose Fahren (SAE-Level 4/5) in der Stadt und stellen derzeit weitere entscheidende Weichen. In der zweiten Jahreshälfte 2019 wollen Bosch und Daimler Kunden auf ausgewählten Strecken einen Mitfahrservice mit voll automatisierten Mercedes-Benz S-Klasse Fahrzeugen zur Verfügung stellen. Als Betreiber dieser Testflotte und des App-basierten Mobilitätsservices fungiert die Daimler Financial Services AG.

Shared & Services: Ideen für eine neue Mobilität

Das Pilotprojekt zum voll automatisierten Fahren in San José wird auch zeigen, wie die von Daimler bereits etablierten Mobilitätsservices wie Carsharing (car2go), Ride-Hailing (mytaxi) und multimodale Plattformen (moovel) intelligent verbunden werden können, um so die Zukunft der Mobilität zu gestalten.

Wer sein privates Auto mit Freunden oder Geschäftskollegen teilen möchte, findet bei smart mit der App-Funktion »ready to share« und bei Mercedes-Benz mit der Mercedes me App Car Sharing ganzheitliche Lösungen, mit denen er sein Fahrzeug für eine festgelegte Nutzergruppe freigeben kann. Freunde, Familienmitglieder oder Kollegen können das Fahrzeug dann unkompliziert für einen bestimmten Zeitraum buchen und nutzen.

Ihr privates Carsharing I smart „ready to share”

Ab Mitte Juli 2018 wurde unter der Marke Mercedes me ein attraktives Abo-Modell in verschiedenen deutschen Städten zunächst als Pilotprojekt gestartet. Damit bieten wir interessierten Kunden die Möglichkeit, flexibel zwischen bis zu zwölf Fahrzeugen innerhalb eines Jahres zu wechseln. Anstatt nur ein Fahrzeug zu besitzen, können teilnehmende Kunden ihre Fahrzeugwahl von ihrer Lebenssituation abhängig machen und so zum Beispiel ein Cabriolet für den Sommer oder ein E-Klasse T-Modell für Ausflüge mit der Familie nutzen.

Eine besondere Bedeutung bekommen Services im Zusammenhang mit der Elektromobilität. EQ bietet mit Mercedes me umfassende Services für die Elektromobilität von heute und morgen. Zu den wichtigsten neuen Diensten und Funktionen in den EQ-Modellen von Mercedes-Benz gehört die Vorklimatisierung. Damit hat der Fahrzeuginnenraum schon bei der Abfahrt die gewünschte Temperatur. Die Programmierung ist direkt über MBUX oder über die Mercedes me App möglich.

Die EQ-spezifischen Inhalte von MBUX umfassen beispielsweise die Anzeige von Reichweite, Ladezustand und Energie­fluss. Fahrprogramme, Ladestrom und Abfahrtszeit lassen sich ebenfalls über MBUX bedienen und einstellen. In der MBUX-Anzeige befindet sich eine spezielle EQ-Kachel, auf der eine Vielzahl der EQ Features gebündelt wird.

Die EQ-optimierte Navigation legt bei der Berechnung stets die schnellste Route unter Berücksichtigung der kürzesten Ladezeit zugrunde. Zudem reagiert die Routenplanung dynamisch auf Änderungen. Dank der EQ-optimierten Navigation können Mercedes-Benz Kunden Ladestationen leicht finden und bekommen über Mercedes me Charge bequemen Zugang zu Ladesäulen zahlreicher Anbieter, auch über Landesgrenzen hinweg. Dabei profitieren die Kunden von einer integrierten Bezahlfunktion mit einfacher Abrechnung.

Alle Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb profitieren von einer intelligenten, vernetzten Variante der Mercedes-Benz Wallbox. Sie macht das Laden leichter und bietet über eine neue App eine Reihe zusätzlicher Funktionen.

Electric: Mercedes-Benz und smart setzen auf EQ

Die Elektrifizierung des Automobils treibt Mercedes-Benz mit Nachdruck voran. Bis zum Jahr 2022 soll das gesamte Mercedes-Benz Portfolio elektrifiziert werden. Das bedeutet, dass in jedem Segment verschiedene elektrifizierte Alternativen angeboten werden – vom Kompaktwagen bis zum großen SUV. Geplant sind deutlich mehr als 130 elektrifizierte Fahrzeugvarianten. Bis 2025 sollen, abhängig vom Ausbau der öffentlichen Infrastruktur und von den Kundenpräferenzen, 15 bis 25 % unserer verkauften Pkw rein elektrisch sein. Dafür planen wir mehr als zehn reine Elektro-Pkw auf den Markt zu bringen.

Richtungsweisend ist Mercedes-Benz Cars auch bei der Einführung des 48-Volt-Bordnetzes. Die Integration von Starter und Generator und die Elektrifizierung von Nebenaggregaten soll nach und nach konsequent in den Markt eingeführt werden und macht das Auto nicht nur effizienter; kurzfristig verfügbares Drehmoment sorgt unter dem Namen EQ Boost auch für zusätzlichen Schub und ermöglicht zeitweises »Segeln« ohne CO2-Ausstoß.

Mercedes-Benz EQ Power: Boost Function | Plug-in Hybrid

Aktuell führt das Unternehmen als zweite Säule der Elektrifizierung neue Plug-in-Hybride von der C- bis zur S-Klasse ein. Diese sollen mittelfristig auch in das Kompaktwagensegment Einzug halten. Plug-in-Hybride, bei Mercedes-Benz mit dem Markennamen EQ Power gekennzeichnet, sind eine wichtige Schlüsseltechnologie auf dem Weg in die lokal emissionsfreie Zukunft des Automobils. Sie bieten Kunden die Vorteile zweier Welten: In der Stadt fahren sie rein elektrisch, bei langen Strecken profitieren sie von der Reichweite des Verbrenners. Erstmals kombinieren wir hier auch hocheffiziente Dieselmotoren mit der Plug-in-Hybrid-Technologie.

Mercedes-Benz EQ Power: The driving force of our plug-in hybrids

Zur weiteren Verbesserung der Effizienz haben wir das intelligente Antriebsmanagement weiterentwickelt: Die intelligente Betriebsstrategie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge berücksichtigt vorausschauend den Straßenverlauf und die Verkehrssituation. Dazu gehören die radargestützte Rekuperation, eine vorausschauende, streckenbasierte Schalt- und Betriebsstrategie und der ECO Assistent.

Die dritte, rasch wachsende Säule auf dem Weg zur emissionsfreien Mobilität ist der vollelektrische Antrieb.

Vollelektrisch ist auch der GLC F-CELL (Wasserstoffverbrauch kombiniert: 0,34 kg/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km, Stromverbrauch kombiniert: 13,7 kWh/100 km)1. Dieser SUV, der bereits seit Ende 2018 an erste, ausgewählte Kunden ausgeliefert wird, kann neben Wasserstoff auch Strom »tanken«, denn er besitzt zusätzlich zur Brennstoffzelle eine Lithium-Ionen-Batterie. Das intelligente Zusammenspiel zwischen Batterie und Brennstoffzelle sowie kurze Betankungszeiten machen den GLC F-CELL zu einem dynamischen, alltagstauglichen Fahrzeug für die Langstrecke. Zwei Karbonfaserummantelte Tanks im Fahrzeugboden fassen 4,4 kg Wasserstoff. Dank der 700-bar-Tanktechnologie ist der Wasserstoffvorrat innerhalb von nur drei Minuten aufgefüllt – so schnell, wie man es von einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor gewohnt ist. Bei einem Wasserstoffverbrauch von rund 1 kg/100 km schafft der GLC F-CELL rund 430 wasserstoffbasierte km1 im NEFZ; im Hybridmodus kommen noch einmal bis zu 51 km1 bei vollgeladener Batterie dazu. Eine Leistung von 155 kW sorgt gleichzeitig für Fahrdynamik.

GLC F-CELL goes into preproduction: Electric vehicle with fuel cell and battery

Der EQC (Stromverbrauch kombiniert: 22,2 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km)2, der erste vollelektrische SUV von Mercedes-Benz, feierte Anfang September in Stockholm seine Weltpremiere. Er wird im Jahr 2019 in Serie gehen, danach kommen weitere EQ Modelle in rascher Folge.

smart ist auf dem besten Weg, bis zum Jahr 2020 eine rein elektrische Marke zu werden. Die batterieelektrischen smart Modelle verbinden die Agilität des smart mit lokal emissionsfreiem Fahren – die ideale Kombination für urbane Mobilität.

Be first. Drive electric. I smart EQ fortwo & forfour

Die Elektromobilität denken wir ganzheitlich. Zur Umsetzung der Recyclingprozesskette und Sicherung des künftigen Rohstoffbedarfes für die Elektromobilität beteiligt sich die Daimler AG aktiv an der Forschung und Entwicklung von neuen Recyclingtechnologien. Mit der Gründung der hundertprozentigen Tochter Mercedes-Benz Energy GmbH fokussieren wir uns beispielsweise auf die Wiederverwendung der Batterie (Re-Use). Denn der Lebenszyklus muss nicht mit dem Automobilbetrieb enden, Batterien lassen sich für stationäre Speicher weiterverwenden. Auch Batteriesysteme, die noch nicht in Elektroautos zum Einsatz kamen, sondern als Ersatzteile vorgehalten werden, lassen sich als Energiespeicher zweitverwenden. Ein Großspeicher aus elektroautomobilen Batteriemodulen ging Ende Juni 2018 in Elverlingsen/Südwestfalen in Betrieb. Dort werden als »lebendes Ersatzteillager« 1.920 Batteriemodule für den elektrischen smart der dritten Generation bevorratet.

Moderne Verbrennungsmotoren sind weiterhin unverzichtbar

Noch über viele Jahre hinweg wird der Verbrennungsmotor das Rückgrat der globalen individuellen Mobilität bleiben. Umso wichtiger ist daher seine konsequente Weiterentwicklung hinsichtlich Effizienz und Umweltfreundlichkeit. Im Berichtsjahr haben wir unsere Motorenoffensive bei Mercedes-Benz planmäßig fortgesetzt und ausgebaut. Unsere neuen, hocheffizienten Vier- und Sechszylindermotoren als Diesel und Benziner sind jetzt bereits in einer Vielzahl von Modellen erhältlich.

Unsere »Vision vom unfallfreien Fahren«

Fahrzeugsicherheit gehört zu unseren Kernkompetenzen und ist zentraler Bestandteil unserer Produktstrategie. Unsere Vision vom unfallfreien Fahren treibt uns auch weiterhin an, Mobilität für alle Verkehrsteilnehmer so sicher wie möglich zu gestalten.

Beginnend mit der im Mai 2018 eingeführten neuen A-Klasse können unsere Fahrzeuge der Kompaktklasse mit Fahrassistenzsystemen zur kooperativen Unterstützung des Fahrers ausgestattet werden, die vor Kurzem noch der S-Klasse vorbehalten waren. Dazu gehört auch teilautomatisiertes Fahren. Das von unseren Ingenieuren erreichte hohe Niveau bei der Aktiven Sicherheit, nämlich der Vermeidung von Unfällen und gleichzeitig der komfortablen Unterstützung des Fahrers, unterstreicht auch der neue GLE: Einige Intelligent-Drive-Funktionen seines Fahrassistenz-Pakets sind auch über das SUV-Segment hinaus wegweisend. So kann der Aktive Stau-Assistent im neuen GLE Staus frühzeitig erkennen, den Fahrer im Stopp-and-go-Verkehr bis ca. 60 km/h aktiv unterstützen und sogar beim Bilden einer Rettungsgasse assistieren.

Gute Sicht bedeutet hohe Sicherheit. Quer durch unsere Modellpallette sind heute MULTIBEAM LED mit dem Adaptive Fernlicht-Assistent Plus erhältlich. Dieser kann die LED der Scheinwerfer einzeln steuern und dadurch Leuchtweite und Form des Lichtkegels permanent der aktuellen Verkehrssituation anpassen. In einer Kleinserie von Mercedes-Maybach erproben wir derzeit den nächsten Technologiesprung beim Licht in Kundenhand: DIGITAL LIGHT. Mit einer Präzision von mehr als zwei Millionen Pixeln Auflösung ist das softwaregesteuerte Licht wegweisend bei Fahrerassistenz, Performance und Kommunikation.

Lkw und Busse der Zukunft

Unsere Kunden bewegen die Welt: Waren, Menschen, Ideen. Unsere gemeinsame Aufgabe bei Daimler Trucks & Buses ist es, sie dabei bestmöglich zu unterstützen. Wir entwickeln die Fahrzeuge und Services, mit denen sie unsere Gesellschaft heute und morgen voranbringen: effizient, sicher, zuverlässig. Dazu bringen wir nun auch wichtige neue Technologien wie das elektrische und das teilautomatisierte Fahren in Serie, und zwar marken-, sparten-und regionenübergreifend. Damit machen wir den Waren-und Personenverkehr weltweit noch sicherer und nachhaltiger und unsere Kunden noch erfolgreicher. Dabei gilt: Wir hören unseren Kunden erst vor Ort zu und entwickeln dann die passenden Lösungen.

Daimler Trucks: effizient und elektrisch

Im September 2018 feierte der neue Mercedes-Benz Actros seine Weltpremiere. Das Flaggschiff der Marke Mercedes-Benz für den Fernverkehr hebt die Effizienz für die Unternehmen, den Bedienungskomfort für den Fahrer und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer auf ein neues Niveau. Im Vergleich zum Vorgänger konnte der Verbrauch weiter reduziert werden. Zur verbesserten Aerodynamik trägt neben den neuen, aerodynamisch verbesserten Windleitteilen vor allem die weltweit erste MirrorCam in einem Serien-Lkw bei. Sie ersetzt künftig die großen Außenspiegel. Die vorausschauende Tempomat- und Getriebesteuerung Predictive Powertrain Control (PPC) ist dank erweitertem Kartenmaterial zusätzlich zum Fernverkehrseinsatz jetzt auch auf Überlandstrecken abseits der Autobahn einsetzbar.

Der neue Mercedes-Benz Actros

Der neue Actros ist künftig für Kunden auch mit einem Gasantrieb erhältlich. Deutlich geringere CO2-Emissionen beim Betrieb mit Erdgas und nochmals eine deutliche Verbesserung der CO2-Bilanz bei Verwendung von Bio-Erdgas, dazu niedrige Geräuschemissionen und keinerlei Feinstaubemissionen aus dem Antriebsmotor – mit dem neuen Actros NGT bietet Mercedes-Benz Lkw auch die Vorzüge dieses Antriebs an.

Über die Effizienzsteigerung für konventionelle Antriebe hinausgehend arbeitet Daimler Trucks an elektrischen Nutzfahrzeugen, die herausragenden Nutzen für Kunden und Umwelt mit sich bringen – nachhaltig, vollelektrisch, leise und lokal emissionsfrei. Dabei achtet das Unternehmen sowohl im Sinne seiner Shareholder als auch seiner Kunden darauf, in welchen Einsatzfeldern E-Mobilität auch wirtschaftlich ist. Im Jahr 2018 präsentierte Daimler Trucks der Öffentlichkeit erstmals vollelektrische Lkw über alle Segmente hinweg: vom FUSO eCanter im leichten Segment

Der FUSO eCanter- Kundenübergabe des ersten vollelektrischen Lkw in Europa

über den Freightliner eM2 im mittelschweren Segment bis hin zum Mercedes-Benz eActros, Freightliner eCascadia und FUSO Vision One im schweren Segment. Mit dem FUSO eCanter und dem Mercedes-Benz eActros

The new Mercedes-Benz eActros

sind bereits Fahrzeuge für die Erprobung unter realen Bedingungen im Einsatz bei Kunden in den USA, in Europa und Japan. Im Dezember 2018 hat Freightliner den ersten Freightliner eM2 an einen Kunden in den USA übergeben. Der Freightliner eCascadia und der eM2 sind insbesondere auf den Bedarf der Kunden an elektrischen Nutzfahrzeugen ausgerichtet, die feste, vorhersagbare Strecken im lokalen Verteilerverkehr bedienen.

Im Juni 2018 haben wir alle E-Aktivitäten für Trucks und Busse übergreifend unter dem Dach der E-Mobility Group gebündelt. Die E-Mobility Group definiert marken- und spartenübergreifend die Strategie für sämtliche Elektrokomponenten sowie komplette Elektrofahrzeuge. Darüber hinaus erarbeitet sie eine weltweit einheitliche Architektur, vergleichbar mit der erfolgreichen globalen Plattformstrategie bei konventionellen Antrieben und Aggregaten. Ihre Mitarbeiter sind an zahlreichen Standorten im weltweiten Netz des Unternehmens tätig, unter anderem in Portland/USA, Stuttgart und Kawasaki/Japan.

Daimler Trucks: sicher und automatisiert

Der neue Mercedes-Benz Actros setzt auch neue Maßstäbe im Hinblick auf Sicherheit und teilautomatisiertes Fahren. Nur vier Jahre nach der Präsentation des voll automatisiert fahrenden Mercedes-Benz Future Trucks 2025 bringt das Unternehmen mit dem neuen Active Drive Assist erstmals ein teilautomatisiertes Assistenzsystem (Level 2) in einen Serien-Lkw. Der Active Drive Assist ermöglicht dem Fahrer in einem Serien-Lkw teilautomatisiertes Fahren in allen Geschwindigkeitsbereichen. Neu sind die aktive Querführung und die Verbindung von Längs- und Querführung durch die Fusion von Radar- und Kamerainformationen. Der Active Drive Assist ermöglicht das Zusammenspiel von Abstandshalte-Assistent mit Stop-and-go-Funktion und dem Spurhalte-Assistent. Während die Verantwortung für die Überwachung des Verkehrsgeschehens weiterhin beim Fahrer liegt, entlastet ihn das System deutlich und leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit auf der Straße. Daimler Trucks bietet das teilautomatisierte Fahren (Level 2) ab 2019 auch seinen Freightliner-Kunden in Nordamerika unter dem Namen Detroit Assurance 5.0 an. Kunden in Asien sollen im gleichen Jahr ebenfalls die Level-2-Funktionen im FUSO Super Great nutzen können.

Detroit Assurance 5.0

Ebenso im neuen Mercedes-Benz Actros verbaut ist die neueste Generation des bewährten Notbremsassistenten Active Brake Assist. Der Active Brake Assist 5 unterstützt den Fahrer, wenn ein Auffahrunfall oder eine Kollision mit einer querenden, entgegenkommenden oder in der eigenen Spur laufenden Person droht – im Bedarfsfall auch mit einer automatischen Vollbremsung. Auch der Active Brake Assist 5 arbeitet mit einer Kombination aus Radar- und Kamerasystem. Damit kann das System den Raum vor dem Fahrzeug noch besser überwachen und besser auf Personen reagieren. Schließlich trägt auch der Abbiegeassistent dazu bei, die schwächsten Verkehrsteilnehmer überhaupt zu schützen: Radfahrer und Fußgänger. Dieses System gibt es seit Frühjahr 2018 in den schweren Mercedes-Benz Lkw-Baureihen Actros, Antos und Arocs sowie im Econic. Für die asiatischen Märkte kommt das System auch im FUSO Super Great zum Einsatz.

Mercedes-Benz new Actros: Active Brake Assist 5

Daimler Trucks: zuverlässig und vernetzt

Nutzfahrzeuge von Daimler Trucks & Buses müssen zuverlässig sein. Unnötige Ausfallzeiten hindern den Kunden daran, sein Geschäft erfolgreich zu betreiben. Daher hat die Zuverlässigkeit der Produkte jederzeit hohe Priorität. Bevor die Fahrzeuge in Serienproduktion gehen, testet das Unternehmen sie bereits auf Millionen von Kilometern unter schwersten Bedingungen rund um den Globus. Darüber hinaus arbeitet Daimler kontinuierlich daran, die Verfügbarkeit von Lkw und Bussen weiter zu erhöhen. Hierbei spielen Digitalisierung und Vernetzung eine entscheidende Rolle. Inzwischen sind mehrere Hunderttausend vernetzte Nutzfahrzeuge von Daimler im Einsatz.

Herzstück aller Konnektivitätslösungen in den Lkw von Daimler Trucks ist das Truck Data Center. Es empfängt Daten von den Sensoren und Kameras im Lkw und wertet diese für unterschiedliche Anwendungen aus. Gleichzeitig ist es die Schnittstelle für sämtliche Vernetzungsdienste und damit zuständig für die Außenkommunikation des Lkw. Dieses Verbindungsmodul ist die technologische Basis für die Konnektivitätsdienste Fleetboard und Mercedes-Benz Uptime sowie die Telematiklösungen Detroit Connect für die Marke Freightliner und Truckonnect für FUSO. Wie ein modernes Smartphone kommuniziert das Truck Data Center via Bluetooth, Mobilfunk oder GPS mit der Infrastruktur, mit anderen Fahrzeugen sowie weiteren am Logistikprozess beteiligten In­stanzen. Über das Truck Data Center ist ein Lkw von Daimler Trucks permanent mit der Cloud verbunden und wird Teil des Internet of Things.

Auf der IAA Nutzfahrzeuge präsentierte Fleetboard im September 2018 erstmals die neue Kundenoberfläche, die wir den Fleetboard-Kunden ab dem Frühjahr 2019 anbieten wollen. Bei der Weiterentwicklung des Fleetboard-Cockpits handelt es sich um eine neue intuitiv bedienbare webbasierte Oberfläche, auf der alle Daten aus den jeweilig gebuchten Fleetboard-Diensten übersichtlich vereint werden. Seit Juli 2018 steht darüber hinaus die weiterentwickelte kostenlose App Fleetboard Driver im Apple App Store und im Google Play Store zum Download bereit.

Mit Mercedes-Benz Uptime verfolgen wir das klare Ziel, Fahrzeugausfälle fortlaufend zu minimieren und planbar zu machen – und so die Fahrzeugverfügbarkeit für Kunden immer weiter zu steigern. Durch die ständige Kommunikation aller vernetzten Systeme an Bord werden täglich mehrere Gigabyte Daten pro Truck generiert, die für unterschiedliche Fahrzeugdiagnosen genutzt werden können. Mercedes-Benz Uptime gelingt es, nach der Datenerfassung im Truck innerhalb von 240 Sekunden Handlungsempfehlungen für die Werkstatt vollautomatisch beim Händler einzuspielen. In den mehr als 1.500 für Mercedes-Benz Uptime zertifizierten Mercedes-Benz Retail Betrieben in Europa führt dies zum Beispiel zu einer deutlich kürzeren Diagnosezeit für den Eingangstest in der Werkstatt.

Mercedes-Benz Uptime

Vergleichbare Konnektivitätslösungen können Kunden von Daimler Trucks in Nordamerika mit den Services von Detroit Connect und Detroit Assurance bei Freightliner nutzen. In Asien bietet FUSO seinen Kunden die Konnektivitätslösung Truckonnect aktuell im neuen Super Great an.

Mercedes-Benz Vans: Transporter mit Elektroantrieb

Mercedes-Benz Vans plant, alle gewerblichen Baureihen mit Elektroantrieb anzubieten. Den Anfang machte der mittelgroße eVito, der seit November 2018 verfügbar ist. Er ist das zweite vollelektrische Serienmodell von Mercedes-Benz Vans nach dem Vito E-CELL aus dem Jahr 2010. Mit einer Reichweite von 149 – 189 km3, 4 bringt der Mid-Size Van beste Voraussetzungen beispielsweise für den innerstädtischen Liefer- und Gewerbeverkehr mit. Dabei lässt sich die Batterie innerhalb von rund sechs Stunden vollständig aufladen. Zusätzlich kann der Kunde zwischen zwei Optionen in Bezug auf die Höchstgeschwindigkeit wählen – einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h für den Stadtverkehr und in Ballungszentren bei gleichzeitiger Schonung der Energiereserven und größerer Reichweite sowie einer Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h oder 120 km/h, wenn auch Autobahnfahrten erforderlich sind. Auf den elektrischen Vito für den Güterverkehr folgen im Jahr 2019 der eVito Tourer für den Personenverkehr und der eSprinter.

Mercedes-Benz Vans: innovative Transporterlösungen

Mehr denn je macht Mercedes-Benz Vans die Auswahl des passenden Antriebskonzepts vom Kundennutzen abhängig. Mit in Betracht gezogen werden neben der Fahrzeugtechnik auch Systemgewicht, Lade- oder Betankungszeit, Reichweite und Wirtschaftlichkeit. Mit der Brennstoffzelle ergänzt Mercedes-Benz Vans die eDrive@VANs-Strategie. Der Concept Sprinter F-CELL zeigt am Beispiel eines teilintegrierten Reisemobils die gesamte Bandbreite der charakteristischen Vorteile einer Brennstoffzelle von einer hohen Reichweite bis zur lokal emissionsfreien Mobilität – Eigenschaften, die auch für andere Einsatzzwecke wie beispielsweise bei längeren Kurierfahrten oder für Kleinbusse im interurbanen Betrieb hervorragend geeignet sind.

Zur eDrive@VANs-Strategie gehört jedoch nicht nur die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte, sondern auch die Gestaltung einer Gesamtsystemlösung für den jeweiligen Fuhrpark. Dazu zählen beispielsweise die Beratung bei der Auswahl des Fahrzeugs, die Unterstützung mit Tools wie der eVAN Ready App oder die ganzheitliche Betrachtung der Total Cost of Ownership. Die Integration eines intelligenten Ladeinfrastrukturkonzepts schafft zusätzlich die Voraussetzungen dafür, mit einem gewerblichen Fuhrpark Ressourcen zu schonen und wirtschaftlich konkurrenzfähig zu bleiben.

Mit dem Vision Urbanetic präsentiert Mercedes-Benz Vans unter autonomous@Vans in Ergänzung zu den Elektrifizierungslösungen ein revolutionäres Mobilitätskonzept, das zeigt, wie die autonome Zukunft der Mobilität aussehen kann. Der Vision URBANETIC hebt die Trennung von Personenbeförderung und Gütertransport durch ein innovatives Wechselkonzept auf und ermöglicht eine bedarfsgerechte, nachhaltige und effiziente Beförderung von Personen und Gütern. Damit erfüllt der Vision URBANETIC die Bedürfnisse von Städten, Unternehmen unterschiedlichster Branchen sowie Stadtbewohnern und Reisenden auf innovative Weise. Das Konzept soll die Verkehrsströme reduzieren, innerstädtische Infrastrukturen entlasten und so zu einer neuen urbanen Lebensqualität beitragen.

World premiere of the Mercedes-Benz Vision URBANETIC.

digital@Vans bündelt die innovativen Lösungen im Bereich Digitalisierung. Unter der Marke Mercedes PRO fasst Mercedes-Benz Vans webbasiert alle digitalen Dienstleistungen und Lösungen für die täglichen Anforderungen seiner Kunden zusammen, vom Kleinstgewerbe bis hin zum Großkunden. Dabei optimiert Mercedes PRO beispielsweise die Kommunikation zwischen Fuhrparkmanager, Fahrzeug und Fahrer. Darüber hinaus ermöglicht es die Online-Steuerung von Aufträgen und die Abfrage von Fahrzeuginformationen wie Standort, Tankfüllstand oder Wartungsintervalle nahezu in Echtzeit.

How to optimize your daily routines with Mercedes PRO.

Effiziente und saubere Antriebstechnologie für Busse

Im Busbereich ist Daimler bei der Abgasnachbehandlung weit fortgeschritten: Alle Baureihen der Marken Mercedes-Benz und Setra waren schon frühzeitig mit Euro-VI-Technik verfügbar. Trotz dieser deutlich aufwendigeren Abgasbehandlungssysteme haben wir durch den Einsatz der neuen Mercedes-Benz Motoren bei unseren bereits sparsamen Fahrzeugen weitere Verbrauchsreduzierungen bei gleichzeitig erhöhter Leistungsstärke realisiert. Beim neuen Reisebus Mercedes-Benz Tourismo sinkt der Kraftstoffverbrauch vor allem durch die rundum optimierte Aerodynamik und die komplett neu gestaltete leichtere Karosserie. Eine Verringerung des Kraftstoffverbrauchs und der Emissionen erfolgt auch durch die neuen Sonderausstattungen wie das vorausschauende Predictive Powertrain Control (PPC) oder Eco Driver Feedback (EDF).

Auch der Mercedes-Benz Citaro NGT mit dem neu entwickelten Gasmotor M 936 trägt dazu bei, den Öffentlichen Personennahverkehr in Städten umweltfreundlicher zu gestalten. Im Vergleich zum Vorgängermodell ist der Citaro NGT nochmals effizienter. Mit Bio-Erdgas wird die CO2-Bilanz erneut deutlich verbessert.

Beim Mercedes-Benz Citaro hybrid sinkt der Kaftstoffverbrauch des bereits sehr effizienten konventionellen Citaro mit der neuen elektrohydraulischen Lenkung nochmals – abhängig vom Einsatz und von der Fahrzeugausführung. Der Hybridantrieb ist für eine Vielzahl von Modellvarianten des Stadtbus-Bestsellers Citaro erhältlich, auch für den erdgasbetriebenen Citaro NGT. Für die Verkehrsbetriebe machen sich die niedrigeren Kraftstoffverbräuche schnell bezahlt, und Umwelt und Gesellschaft profitieren von geringeren Emissionen.

Mercedes-Benz Buses | Der Citaro hybrid. Bus of the Year 2019. [DE]

Mit dem neuen, vollelektrisch angetriebenen Mercedes-Benz eCitaro, der auf der IAA Nutzfahrzeuge 2018 seine Weltpremiere feierte, haben wir einen wichtigen Baustein für einen umweltschonenden öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mit emissionsarmen und lokal emissionsfreien Bussen in unserem Portfolio.

Daimler Buses: Mercedes-Benz eCitaro - Projektumsetzung

Innovative Sicherheits- und Assistenzsysteme für Busse

Mit neuen Sicherheits- und Assistenzsystemen zeigen wir, dass Sicherheit bei unseren Bussen höchste Priorität hat. Der Notbremsassistent Active Brake Assist 4 wird ab dem Jahr 2019 Serienausstattung in allen Reisebussen von Mercedes-Benz und Setra. Er warnt den Fahrer vor einer Kollision mit Fußgängern und leitet bei vorausfahrenden und stehenden Hindernissen automatisch eine Vollbremsung ein.

Mercedes-Benz Technology and Innovation | Der Tourismo Safety Coach. [DE]

Der erste aktive Bremsassistent für Stadtlinienbusse, der Preventive Brake Assist, ist ab 2019 optional für die gesamte Modellfamilie des Mercedes-Benz Citaro und den Mercedes-Benz Conecto lieferbar. Der radarbasierte Abbiegeassistent Sideguard Assist mit Personenerkennung für Busse unterstützt den Fahrer beim kritischen Rechtsabbiegen. Er ist für alle Ausführungen des Mercedes-Benz Citaro, den Tourismo sowie alle Setra Reisebusse der ComfortClass 500 und TopClass 500 lieferbar.

Ganzheitlicher Ansatz im Umweltschutz

Umweltschutz gehört zu den wesentlichen Unternehmenszielen des ­Daimler-Konzerns. Er steht dabei nicht losgelöst von anderen Zielen, sondern ist integraler Bestandteil der auf langfristige Wertsteigerung ausgerichteten Unternehmensstrategie. Mit den vom Vorstand verabschiedeten Umwelt- und Energie­leitlinien definiert ­Daimler seine Umwelt- und Energiepolitik und bekennt sich darin auch zu einem integrierten Umweltschutz, der an den Ursachen für Umweltbeeinträchtigungen ansetzt und die Auswirkungen der Produktionsprozesse und Produkte auf die Umwelt bereits im Voraus beurteilt und in die unter­nehmerischen Entscheidungen einbezieht.

Bereits in den ersten Phasen der Entwicklung entscheidet sich weitgehend, welche ökologischen Lasten ein Fahrzeug ver­ursacht. Je früher die umweltgerechte Produktentwicklung (Design for Environment, DfE) in den Entwicklungsprozess ­integriert ist, desto effizienter können die Umweltauswirkungen minimiert werden. (Vgl. Umweltbelange)

CO2-Emissionen bei Pkw

Im Berichtsjahr sind die durchschnittlichen CO2-Emissionen der Gesamtflotte von Mercedes-Benz Cars in Europa (EU28 +Island) auf 132 (i. V. 125) g/km (NEFZ) gestiegen. Durch die Umstellung des gesetzlich vorgegebenen Messzyklus der CO2-Emissionen der Einzelfahrzeuge von NEFZ auf WLTP hat sich unser Flottenwert deutlich erhöht. Gleichzeitig trugen die Verschiebung des Absatzes weg vom Diesel hin zum Benziner sowie der weiter steigende Absatz von größeren SUVs und Allradfahrzeuge zur Erhöhung des CO2-Flottenwerts bei.

Da bis September 2019 alle Fahrzeugmodelle nach WLTP zertifiziert sein werden, rechnen wir für 2019 trotz weiterer Fortschritte bei der Verbrauchsreduzierung unserer Fahrzeuge nur mit einem geringfügig niedrigeren CO2-Flottenwert, bevor 2020 aufgrund der Fahrzeugelektrifizierung eine erhebliche Verringerung des CO2-Flottenwertes zum Tragen kommen soll.

Vertiefende Informationen hierzu finden Sie im Kapitel »Nichtfinanzieller Bericht« dieses Geschäftsberichts.

Zukunftsplan für Dieselfahrzeuge

Unser Zukunftsplan Diesel umfasst die Entwicklung von Software-Updates für insgesamt deutlich über 3 Mio. Fahrzeuge in Kundenhand – davon deutlich mehr als 1 Mio. in Deutschland. Mit den Updates verbessern wir das NOx-Emissionsverhalten um 25 bis 30 % im Durchschnitt der Fahrzeuge. Der Nachweis dafür erfolgt in dem mit den Behörden abgestimmten Messzyklus (WLTC 1, 2, 3).

Nach Gesprächen mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Juni 2018 führt Daimler auf Anordnung des KBA einen verpflichtenden Rückruf für rund 690.000 Fahrzeuge in Europa (davon rund 280.000 in Deutschland) durch. Der überwiegende Teil dieser Fahrzeuge war bereits Bestandteil der im Juli 2017 angekündigten freiwilligen Servicemaßnahme. Die Maßnahmen werden in enger Zusammenarbeit mit den deutschen Zulassungsbehörden durchgeführt.

Daimler unterstützt das Konzept der deutschen Bundesregierung für saubere Luft und die Sicherung der individuellen Mobilität. Mit einem attraktiven Prämienprogramm in den definierten Schwerpunktregionen beschleunigen wir die Erneuerung des Fahrzeugbestands. Daimler leistet damit einen erheblichen Beitrag zum Konzept der Bundesregierung, um etwaige Nachteile für Diesel-Fahrer zu verhindern.

Ebenfalls hat Daimler bereits nach dem Koalitionsbeschluss Anfang Oktober 2018 angekündigt, sich im Rahmen des Konzeptes der deutschen Bundesregierung für saubere Luft und die Sicherung der individuellen Mobilität auch an einem Hardwarenachrüstungsprogramm für Diesel-Fahrzeuge in den festgelegten Schwerpunktregionen zu beteiligen. Vor diesem Hintergrund ist Daimler bereit, für Mercedes-Benz Kunden mit Euro-5-Diesel-Fahrzeugen in den Schwerpunktregionen die Kosten einer Hardwarenachrüstung bis zu einem Maximalbetrag von 3.000 Euro zu übernehmen. Die Nachrüstung muss durch einen Drittanbieter entwickelt und angeboten und vom Kraftfahrt-Bundesamt genehmigt werden. Sie muss nachweislich dazu berechtigen, in bestimmten Städten auch in Straßen mit Fahrverboten einzufahren. Daimlers Ziel ist es, im Interesse der Kunden für Klarheit zu sorgen, welche Hardwarelösungen von Drittanbietern überhaupt angeboten werden können und zu welchem Zeitpunkt.

Weiterführende Informationen hierzu finden Sie im Kapitel »Nichtfinanzieller Bericht« dieses Geschäftsberichts.

Ressourcenschonung: durchgehend hohe Recyclingfähigkeit

Um die Umweltverträglichkeit eines Fahrzeugs bewerten zu können, betrachten wir die Emissionen und den Ressourcenverbrauch über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Während der Entwicklung eines Fahrzeugs erstellen wir für jedes Fahrzeugmodell ein Recyclingkonzept, in dem alle Bauteile und Werkstoffe auf ihre Eignung für die verschiedenen Stufen des Recyclingprozesses hin analysiert werden. Dadurch sind alle Mercedes-Benz Pkw-Modelle zu 85 % stofflich recyclingfähig und zu 95 % verwertbar. Schwerpunkte unseres Engagements im Recyclingbereich sind dabei:

  • der Wiederverkauf geprüfter und zertifizierter Gebrauchtteile durch das Mercedes-Benz Gebrauchtteile Center (GTC),
  • die Aufarbeitung sogenannter Tauschteile (Remanufacturing) und
  • das Werkstattentsorgungssystem MeRSy (Mercedes-Benz Recycling System).

Umweltschutz in der Produktion

Daimler folgt einem integrierten Ansatz des Umweltschutzes. Wir setzen an den Ursachen möglicher Umweltbeeinträchtigungen an.

Vor diesem Hintergrund haben wir an unseren Produktions­standorten Umweltmanagementsysteme mit dem Ziel etabliert, effiziente und qualitätsgerechte Leistung rechtskonform, umweltschonend und sicher zu erbringen. Des ­Weiteren werden Umweltrisikobewertungen an allen mehrheitlich im Besitz des Konzerns befindlichen Produktionsstandorten durch­geführt. Ein hohes Niveau der Luftreinhaltung, des Klima­schutzes und des Ressourcenschutzes (Wassernutzung, Abfallwirtschaft, Bodenschutz) wird angestrebt und durch Daimler-Konzern­standards unterstützt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Klimaschutz in unseren Werken. Mercedes-Benz Cars stellt in Deutschland und Europa die Weichen für eine »grüne« Produktion. Alle deutschen Werke sollen bis zum Jahr 2022 über eine CO2‒neutrale Energieversorgung verfügen. Die Vorbereitungen für die Nutzung von ausschließlich grünem Strom für eine klimafreundliche Produktion in Europa sind bereits weit fortgeschritten. Unsere Fahrzeug- und Powertrain-Werke in Bremen, Rastatt, Sindelfingen, Berlin, Hamburg, Kamenz, Kölleda und Stuttgart-Untertürkheim kaufen Strom zu oder betreiben eigene Kraftwerke. Dabei soll zugekaufter Strom künftig zu 100 Prozent nachweisbar aus regenerativen Quellen wie Wind- und Wasserkraft stammen. Dies entspricht circa drei Vierteln des gesamten Strombedarfs unserer deutschen Werke. Der Rest wird in eigenen hocheffizienten Gas-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen erzeugt. Die dabei entstehenden CO2-Emissionen wollen wir durch qualifizierte Kompensationsprojekte ausgleichen. Dies gilt auch für alle anderen Energiebezüge der Werke, wie zum Beispiel Erdgas zur Gebäudeheizung oder Kraftstoffe für den innerbetrieblichen Verkehr.

Vertiefende Informationen hierzu finden Sie im Kapitel »Nichtfinanzieller Bericht« dieses Geschäftsberichts.

1 Angaben zu Kraftstoffverbrauch, Stromverbrauch und CO2-Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst für das Zertifizierungsverfahren nach Maßgabe des WLTP-Prüfverfahrens unverbindlich ermittelt und in NEFZ-Werte korreliert. Eine EG-Typgenehmigung und Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.

2 Angaben zum Stromverbrauch und zu den CO2-Emissionen sind vorläufig und wurden vom Technischen Dienst unverbindlich ermittelt. Die Angaben zur Reichweite sind ebenfalls vorläufig und unverbindlich. Eine EG-Typgenehmigung und eine Konformitätsbescheinigung mit amtlichen Werten liegen noch nicht vor. Abweichungen zwischen den Angaben und den amtlichen Werten sind möglich.

3 Die Reichweite ist abhängig von der Fahrzeugkonfiguration, insbesondere von der Auswahl der Höchstgeschwindigkeitsbegrenzung. Stromverbrauch und Reichweite wurden auf der Grundlage der VO 692/2008/EG ermittelt.

4Die tatsächliche Reichweite ist zudem abhängig von der individuellen Fahrweise, Straßen- und Verkehrsbedingungen, Außentemperatur, Nutzung von Klimaanlage/Heizung etc. und kann gegebenenfalls abweichen.

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