Value Added

Wie im Abschnitt »Steuerungssystem« im Kapitel »Grundlagen des Konzerns« im Schaubild B.03 erläutert, ergeben sich aus den Net Assets und dem Kapitalkostensatz die Kapitalkosten, die zur Ermittlung des Value Added von der Ergebnisgröße subtrahiert werden. Die Tabellen B.20 und B.21 zeigen den Value Added sowie die Net Assets für den Konzern und für die einzelnen Geschäftsfelder. Wie sich die Net Assets aus der Konzernbilanz ableiten, verdeutlicht Tabelle B.22.

B.20 Value Added

  2018 2017 18/17
in Millionen €   Veränd. in %
       
Daimler-Konzern 3.658 7.004 -48
       
Mercedes-Benz Cars 4.062 5.998 -32
Daimler Trucks 1.765 1.373 +29
Mercedes-Benz Vans -91 864
Daimler Buses 117 149 -21
Daimler Financial Services -236 519

B.21 Net Assets (Durchschnitt)

  2018 2017 18/17
in Millionen €   Veränd. in %
       
Mercedes-Benz Cars 26.289 23.705 +11
Daimler Trucks 8.240 8.417 -2
Mercedes-Benz Vans 3.355 2.358 +42
Daimler Buses 1.233 1.105 +12
Daimler Financial Services 1 12.466 11.165 +12
Net Assets der Geschäftsfelder 51.583 46.750 +10
At-equity bewertete Finanzinvestitionen 2 1.066 941 +13
Vermögenswerte und Schulden aus Ertragsteuern 3 1.707 2.190 -22
Sonstige Überleitung 3 -547 -1.435 +62
       
Daimler-Konzern 53.809 48.446 +11

1 Eigenkapital.

2 Soweit nicht den Segmenten zugeordnet.

3 Soweit nicht Daimler Financial Services zugeordnet.

B.22 Net Assets (Nettovermögen) des Daimler-Konzerns zum Jahresende

  2018 2017 18/17
in Millionen €   Veränd. in %
       
Net Assets 1      
Immaterielle Vermögenswerte 13.872 12.742 +9
Sachanlagen 30.859 27.914 +11
Vermietete Gegenstände 18.509 18.071 +2
Vorräte 28.096 24.492 +15
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.545 9.742 +8
Abzgl. Rückstellungen für sonstige Risiken -14.604 -14.031 -4
Abzgl. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -13.395 -11.632 -15
Abzgl. übrige Vermögenswerte und Schulden -31.832 -29.861 -7
Vermögenswerte und Schulden aus Ertragsteuern 1 1.671 1.766 -5
Eigenkapital Daimler Financial Services 12.810 12.379 +3
       
Daimler-Konzern 56.531 51.582 +10

1 Soweit nicht Daimler Financial Services zugeordnet.

Der Value Added des Konzerns ging im Berichtsjahr um 3,3 Mrd. € auf 3,7 Mrd. € zurück; dies entspricht einer Verzinsung des eingesetzten Kapitals von 14,8 (i. V. 22,5) %. Damit wurde der Mindestverzinsungsanspruch von 8 % erneut übertroffen. Der deutliche Rückgang des Value Added war vor allem auf die Entwicklung des EBIT der Geschäftsfelder zurückzuführen. Darüber hinaus führte der Anstieg der durchschnittlichen Net Assets, hauptsächlich infolge höherer Investitionen im Anlagevermögen sowie steigender Vorratsbestände, zu weiteren negativen Effekten auf den Value Added.

Bei Mercedes-Benz Cars lag der Value Added mit 4,1 Mrd. € deutlich unter dem Vorjahresniveau von 6,0 Mrd. €. Dies war vor allem auf die negative Ergebnisentwicklung zurückzuführen. Maßgeblich dafür waren Aufwendungen im Zusammenhang mit den laufenden behördlichen Verfahren und Maßnahmen für Dieselfahrzeuge. Darüber hinaus belasteten Vorleistungen für neue Technologien und Fahrzeuge, eine schwächere Preisdurchsetzung, eine ungünstige Wechselkursentwicklung und höhere Aufwendungen für Rohstoffe das EBIT. Gegenläufig ergab sich ein positiver Effekt aus der Bewertung der Anteile an der Aston Martin Lagonda Global Holdings plc. Im Vorjahr war das Ergebnis durch Aufwendungen im Zusammenhang mit freiwilligen Servicemaßnahmen sowie einer Rückrufaktion belastet. Gegenläufig hatten im Jahr 2017 Erträge im Rahmen der Beteiligung eines neuen Investors am digitalen Kartendienst HERE das Ergebnis positiv beeinflusst. Zur negativen Entwicklung des Value Added trug außerdem der Anstieg der durchschnittlichen Net Assets auf 26,3 Mrd. € bei, im Wesentlichen begründet durch höhere Investitionen in das Anlagevermögen.

Im Geschäftsfeld Daimler Trucks stieg der Value Added mit 1,8 Mrd. € deutlich über den Vorjahreswert von 1,4 Mrd. €. Dieser Anstieg erklärt sich aus der positiven Ergebnisentwicklung, hauptsächlich infolge eines höheren Absatzes in der NAFTA-Region sowie aus der Realisierung von Effizienzverbesserungen. Belastungen resultierten aus Wechselkurseffekten, höheren Aufwendungen für Rohstoffe sowie Mehrkosten, die sich im Wesentlichen aus Engpässen in der Zulieferkette ergaben. Das EBIT des Vorjahres enthielt Erträge aus dem Verkauf von Immobilien durch die Mitsubishi Fuso Truck and Bus Corporation in Japan sowie Aufwendungen im Rahmen der Fixkostenoptimierung. Die durchschnittlichen Net Assets lagen nahezu auf Vorjahresniveau.

Bei Mercedes-Benz Vans ging der Value Added im Berichtsjahr um 1,0 Mrd. € auf -0,1 Mrd. € deutlich zurück. Trotz Absatzanstieg, insbesondere in der NAFTA-Region, in China und in Westeuropa, wurde das EBIT durch Vorleistungen für neue Technologien und Produkte sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Modellwechsel des Sprinter negativ beeinflusst. Darüber hinaus belasteten Aufwendungen im Zusammenhang mit den laufenden behördlichen Verfahren und Maßnahmen für Dieselfahrzeuge, Auslieferungsverzögerungen und Neubewertungen von Vermögensgegenständen im Zusammenhang mit Produktionskapazitäten das EBIT. Der Anstieg der durchschnittlichen Net Assets infolge höherer Investitionen in das Anlagevermögen und eines Anstiegs des Vorratsbestands führte zu einem weiteren Rückgang des Value Added.

Im Geschäftsfeld Daimler Buses lag der Value Added mit 117 Mio. € unter dem Vorjahresniveau (i. V. 149 Mio. €). Dies war vor allem auf die Ergebnisentwicklung zurückzuführen. Dabei konnte der Rückgang des Ergebnisses infolge des Produktmix und des inflationsbedingten Kostenanstiegs durch den höheren Absatz teilweise kompensiert werden. Der Anstieg der durchschnittlichen Net Assets trug des Weiteren zum Rückgang des Value Added bei.

Das Geschäftsfeld Daimler Financial Services erzielte im Berichtsjahr einen Value Added von -0,2 Mrd. € und lag somit deutlich unter dem Vorjahreswert von 0,5 Mrd. €. Die Eigenkapitalrendite belief sich auf 11,1 (i. V. 17,7) %. Die Entwicklung des Value Added war hauptsächlich auf das um 0,6 Mrd. € geringere Ergebnis zurückzuführen. Wesentlich belastet wurde das Ergebnis durch die Einigung über die Beendigung der Toll Collect-Schiedsverfahren. Das gestiegene Zinsniveau wirkte sich negativ auf das Ergebnis aus. Im weiterhin relativ stabilen Risikoumfeld wirkten zudem steigende Kreditrisikokosten in einzelnen Märkten. Positive Effekte ergaben sich durch das gestiegene Vertragsvolumen. Der Anstieg des durchschnittlichen Eigenkapitals führte darüber hinaus zu einem weiteren negativen Effekt bei dem Value Added.

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