Weltwirtschaft

Im Berichtsjahr erzielte die Weltwirtschaft mit einem realen Zuwachs von etwas mehr als 3 % ein ähnlich gutes Ergebnis wie im Vorjahr. (Vgl. Abbildung B.05) Die regionale Entwicklung fiel allerdings im Vergleich zum synchronen Aufschwung des Jahres 2017 heterogener aus. Außerdem verlangsamte sich das Wachstum des Welthandels schon zu Jahresbeginn merklich, was vor allem das Wachstum in exportabhängigen Volkswirtschaften bremste.

Daimler GB2018 B05 Wirtschaftswachstum

Die Volkswirtschaften der Industrieländer konnten ihr dynamisches Wachstumstempo in Summe beibehalten. Einen maßgeblichen Anteil daran hatte die US-Wirtschaft, die nicht zuletzt aufgrund der fiskalpolitischen Impulse mit einem gesamtwirtschaftlichen Plus von annähernd 3 % das Vorjahresergebnis noch einmal übertreffen konnte. Bei anhaltend stabilem Konsum war die kräftige Expansion der Unternehmensinvestitionen ein wesentlicher Motor dieser Entwicklung. Die Wirtschaft der Europäischen Währungsunion dagegen konnte mit einer Wachstumsrate von etwas unter 2 % nicht an die Dynamik des Vorjahres anknüpfen. Ausschlaggebend für die Verlangsamung des Wachstums waren vor allem die geringeren Impulse vom Außenhandel. Die Inlandsnachfrage zeigte sich dagegen robust, weiterhin unterstützt durch die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Die deutsche Wirtschaft ist ersten Schätzungen zufolge nur noch um 1,5 % gewachsen. Auch hier waren es vor allem die schwächere Exportentwicklung und eine Schwächephase im verarbeitenden Gewerbe, die eine kräftigere Expansion verhinderten. Auch die Wirtschaft des Vereinigten Königreichs konnte vor dem Hintergrund der Brexit-Verhandlungen mit etwa 1,4 % nur mäßig expandieren. Langsameres Exportwachstum führte auch in Japan zu deutlich niedrigeren Wachstumsraten als im Vorjahr.

Das Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft hat sich aufgrund eines geringeren Kreditwachstums, einer schwächeren Entwicklung auf dem Immobilienmarkt und der negativen Auswirkungen des Handelskonfliktes mit den USA etwas verlangsamt. Dennoch wurde mit einem Zuwachs von 6,6 % das angestrebte Wachstumsziel erreicht. In der Summe ist die Wirtschaft aller asiatischen Schwellenländer mit einem ähnlichen Tempo wie im Vorjahr gewachsen, wobei in Indien eine deutliche Beschleunigung zu beobachten war. Im südamerikanischen Wirtschaftsraum haben sich die Hoffnungen auf eine Wachstumsbeschleunigung nicht erfüllt. Nach der beginnenden Erholung im Jahr 2017 dämpften die Krise in Argentinien und eine enttäuschende Entwicklung in Brasilien das Wachstum in der Region. Auch die Region Mittel- und Osteuropa wuchs weniger als im Vorjahr, was jedoch hauptsächlich durch die krisenbedingte Abkühlung in der Türkei verursacht wurde. Die großen Volkswirtschaften in Zentraleuropa verloren in Summe nur leicht an Dynamik, die russische Volkswirtschaft verzeichnete sogar ein leicht höheres Wachstumstempo. Das im Jahresverlauf zwischenzeitlich deutlich höhere Niveau des Ölpreises sorgte für eine leichte Wachstumsbelebung im Mittleren und Nahen Osten. Trotz dieser regional recht unterschiedlichen Entwicklung konnten die Schwellenländer insgesamt mit einem realen Wirtschaftswachstum von knapp 4,5 % das Expansionstempo des Vorjahres nahezu beibehalten.

In diesem heterogenen Wachstumsumfeld blieben die Wechselkurse volatil. Der Kurs des US-Dollars zum Euro bewegte sich im Jahresverlauf zwischen 1,25 und 1,12. Zum Jahresende war der Euro rund 5 % schwächer als zum Jahresende 2017. Beim japanischen Yen ergab sich eine Schwankungsbreite zum Euro von 137 bis 125. Im Jahresendvergleich ergab sich eine Abwertung des Euro um rund 7 %. Der Wert des britischen Pfunds gegenüber dem Euro war zum Jahresende im Vergleich zum Vorjahresabschluss nahezu unverändert. Gegenüber anderen wichtigen Währungen wie dem russischen Rubel, dem brasilianischen Real und der türkischen Lira legte der Euro im Vergleich zum Jahresende 2017 jeweils zweistellig zu.

Zurück
Automobilmärkte
Erklärung zur Unternehmens­führung