Geschäftsbericht 2020

Automobilmärkte

Auch die Entwicklung des weltweiten Pkw-Marktes war im Berichtsjahr von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie geprägt. Zwar erreichte auch hier die Nachfrage bereits im zweiten Quartal ihren Tiefpunkt und konnte sich im weiteren Jahresverlauf schrittweise erholen. Dennoch war für den Weltmarkt im Gesamtjahr ein deutliches Minus von rund 15 % zu verzeichnen. (Vgl. Abbildung B.05)

Der chinesische Markt, der von den großen Absatzmärkten als Erster von der Pandemie betroffen war, verzeichnete einen leichten Rückgang. Mit einem Minus von rund 6 % war der Verlust allerdings geringer, als zunächst erwartet worden war. Auch der US-amerikanische Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge entwickelte sich etwas besser als in der frühen Phase der Pandemie befürchtet. Dennoch war der Rückgang der Nachfrage mit rund 15 % sehr ausgeprägt.

Dagegen waren die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den europäischen Markt besonders schwerwiegend. Insgesamt ging die Pkw-Nachfrage in Europa um mehr als 20 % zurück. Von den drei größten europäischen Einzelmärkten entwickelte sich Deutschland mit einem Rückgang von rund 19 % noch am günstigsten, während die Verluste in Frankreich und Großbritannien mit rund 25 % und knapp 30 % noch stärker waren.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie machten sich auch bei der Transporternachfrage deutlich bemerkbar. In der Region EU30 (Europäische Union, Vereinigtes Königreich, Norwegen und Schweiz) lag der Markt deutlich unter dem Vorjahresniveau. Dabei fiel das Marktvolumen für mittelgroße und große Transporter 12 % geringer aus als im Vorjahr, während der Verlust im Segment der kleinen Transporter mit mehr als einem Viertel noch ausgeprägter war. Der US-Markt für große Transporter bewegte sich mit einem Minus von rund 19 % ebenfalls deutlich unter dem Vorjahresniveau. Auch in Brasilien war die Nachfrage nach großen Transportern deutlich rückläufig. In China hingegen bewegte sich der Markt für mittelgroße Transporter deutlich über dem Vorjahresniveau.

Die Nachfrage nach schweren Lkw entwickelte sich aufgrund der tiefen Wirtschaftskrise in vielen für Daimler wichtigen Absatzmärkten stark rückläufig. Der nordamerikanische Markt ging um 30 % zurück. Auch in der Region EU30 verzeichnete die Nachfrage nach schweren Lkw gemäß letzten Schätzungen einen deutlichen Rückgang von etwa 28 %. Dagegen fiel das Minus in Brasilien mit rund 10 % geringer aus als zunächst angenommen. Auch der japanische Markt entwickelte sich besser als erwartet und ging nur um rund 7 % zurück.

Auch die Busmärkte waren von den Folgen der COVID-19-Krise geprägt. In der Region EU30 lag die Bus-Nachfrage deutlich unter dem Vorjahresniveau, in Brasilien war der Markt ebenfalls deutlich rückläufig.

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