Geschäftsbericht 2020

Umsatz und Ergebnis

Wir erwarten, dass sich der Umsatz des Daimler-Konzerns im Jahr 2021 deutlich über dem Vorjahresniveau bewegen wird. Dies gilt für alle unsere automobilen Geschäftsfelder Mercedes-Benz Cars & Vans und Daimler Trucks & Buses. Das Geschäftsfeld Daimler Mobility rechnet mit einem Umsatz leicht unter Vorjahresniveau.

Auf der Grundlage der von uns erwarteten deutlichen Steigerung von Absatz und Umsatz rechnen wir im Jahr 2021 mit einem deutlichen Ergebnisanstieg für den Daimler-Konzern. In dieser Entwicklung schlagen sich zwei gegenläufige Effekte nieder: Das EBIT im Jahr 2020 war durch die Auswirkungen der weltweiten COVID-19-Pandemie stark belastet; hinzu kamen Kosten aus den eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen. Andererseits erwarten wir für das EBIT im Jahr 2021 über die Impulse aus der wiederanziehenden Konjunktur hinaus positive Beiträge aus den durchgeführten Effizienz- und Kostensenkungsmaßnahmen. Dazu gehören Personal- und Materialkosteneinsparungen, Portfolio- und Modellanpassungen, die weitere Umsetzung von Plattformstrategien sowie eine stringentere Kapitalallokation.

Unsere kontinuierlichen Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz betreffen auch die Optimierung der Nutzung unserer Produktionsanlagen. Im Rahmen der regelmäßigen Überprüfung der Nutzungsdauern wurden die Nutzungsdauern für die planmäßig abzuschreibenden Sachanlagen Ende 2020 neu eingeschätzt und teilweise verlängert. Diese Schätzungsänderung wird ab 1. Januar 2021 angewendet. Der erwartete positive Effekt auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt € 0,8 Mrd. für 2021 und betrifft im Wesentlichen Mercedes Benz Cars & Vans.

Auf Basis der von uns erwarteten Marktentwicklung, der oben genannten Faktoren sowie der Planungen unserer Geschäftsfelder gehen wir davon aus, dass das Konzern-EBIT im Jahr 2021 deutlich über dem insbesondere durch die COVID-19-Pandemie belasteten Niveau des Jahres 2020 liegen wird. Darin enthalten ist ein positiver Ergebnisbeitrag aus dem geplanten Brennstoffzellen-Joint Venture mit Volvo in voraussichtlicher Höhe zwischen 1,2 Mrd. € und 1,3 Mrd. €, der sich je zur Hälfte auf die Geschäftsfelder Mercedes-Benz Cars & Vans und Daimler Trucks & Buses verteilen soll. Auf die bereinigten Ergebnisgrößen der automobilen Geschäftsfelder wirkt sich diese Transaktion allerdings nicht aus.

Die einzelnen Geschäftsfelder haben für das Jahr 2021 die folgenden Erwartungen für die bereinigte Rendite:

Mercedes-Benz Cars & Vans: bereinigte Umsatzrendite 8 - 10 %

Daimler Trucks & Buses: bereinigte Umsatzrendite 6 ‒ 7 %

Daimler Mobility: bereinigte Eigenkapitalrendite 12 ‒ 13 %

Bei Mercedes-Benz Cars & Vans resultieren positive Ergebniseffekte in der bereinigten Umsatzrendite aus dem steigenden Absatzvolumen, einer günstigeren Absatzstruktur, einer weiter verbesserten Preisdurchsetzung sowie der verlängerten Nutzungsdauer von Sachanlagen. Gegenläufig belasten im Geschäftsjahr 2021 steigende Funktionskosten im Vergleich zu dem durch strikte Sparmaßnahmen geprägten Vorjahr das Ergebnis.

Bei Daimler Trucks & Buses spiegeln sich in der bereinigten Umsatzrendite positive Ergebniseffekte aus den sich erholenden Märkten, einer besseren Absatzstruktur und Preisdurchsetzung sowie dem Aftersales-Geschäft wider. Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, beispielsweise Materialkosteneinsparungen, wirken unterstützend. Gegenläufig belasten im Geschäftsjahr 2021 steigende Funktionskosten im Vergleich zu dem durch strikte Sparmaßnahmen geprägten Vorjahr das Ergebnis.

Daimler Mobility rechnet für die bereinigte Eigenkapitalrendite mit positiven Effekten aus niedrigeren Kreditrisikokosten und mit einer Verbesserung des operativen Ergebnisses im Bereich der Mobilitätsdienste. Gegenläufige Effekte dürften sich aus Aufwendungen für anlaufende Projektinvestitionen ergeben.

Absatz
Free Cash Flow und Liquidität