Geschäftsbericht 2020

Arbeitnehmerbelange

Elektrifizierung, autonomes Fahren, vernetzte urbane Mobilität: Nicht nur unsere Produkte verändern sich rasant, auch im Unternehmen ist vieles im Wandel. Wir digitalisieren unsere Wertschöpfungsprozesse – und damit unsere Arbeit. Unsere Beschäftigten haben in der künftigen digitalen Welt vielfältige Herausforderungen zu bewältigen. Es ist unser erklärtes Ziel, sie dazu zu befähigen. Offenheit für den digitalen Wandel und digitale Kompetenzen bilden hierfür die Basis, ebenso wie eine vielfältige und inklusive Unternehmenskultur. Denn nur in einer Kultur, die von Respekt und Vertrauen geprägt ist, können alle Beschäftigten ihre Möglichkeiten voll entfalten – und das ist die Voraussetzung für eine nachhaltige digitale Transformation.

Unsere Beschäftigten sind der Schlüssel zum Erfolg unseres Konzerns: Weltweit tragen rund 288.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu bei, indem sie ihre Kompetenzen und Ideen in die Arbeitsprozesse einbringen und Impulse zu Verbesserungen und Innovationen geben. Gerade in Zeiten des Wandels, wie wir sie aktuell erleben, brauchen wir das respekt- und vertrauensvolle Miteinander von Belegschaft und Führung. Die Veränderungen betreffen nicht nur unsere Produkte, sondern auch unsere Arbeitsplätze. Um dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleiben, möchten wir unsere Beschäftigten mit den nötigen Fähigkeiten ausstatten und sie bei den Herausforderungen der Transformation unterstützen.

Unsere konzernweite Mitarbeiterbefragung ist ein wichtiger Gradmesser dafür, wo wir aus Sicht unserer Beschäftigten aktuell stehen – und was wir künftig noch besser machen können. Wir führen sie alle zwei Jahre durch, nach grundlegender Überarbeitung zuletzt 2018. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte die Mitarbeiterbefragung im Jahr 2020 nicht erfolgen, daher soll diese 2021 stattfinden.

Betriebliche Mitbestimmung

Wir gestalten unsere Entscheidungsprozesse transparent gegenüber den Beschäftigten und ermöglichen ihnen, sich an diesen zu beteiligen. Dabei begegnen wir ihnen partnerschaftlich, respektieren ihre Interessen und beziehen sie aktiv ins Unternehmensgeschehen ein. Wie wir in unseren Mitarbeiterbeziehungen Verantwortung übernehmen, haben wir in unseren Richtlinien und Betriebsvereinbarungen geregelt.

Basierend auf den Arbeits- und Sozialstandards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) haben wir eigene, konzernweit gültige »Grundsätze der sozialen Verantwortung« verabschiedet. Insbesondere um Hinweisen auf Verstöße mit hohem Risiko für das Unternehmen und die Beschäftigten fair und angemessen nachzugehen, haben wir bereits vor Jahren das Hinweisgebersystem Business Practices Office (BPO) eingerichtet. Es nimmt Meldungen über Verdachtsfälle entgegen und steuert deren Prüfung. Unter ein hohes Risiko fallen beispielsweise Korruptions-, Kartellrechts- und Geldwäschedelikte sowie Verstöße gegen technische Vorgaben oder Verletzungen von Umweltvorschriften. (Vgl. Kapitel »Integrität & Compliance«)

Weiterhin bekennt sich Daimler zu seiner sozialen Verantwortung und den zehn Prinzipien, die dem UN Global Compact (UNGC) zugrunde liegen. Als Teilnehmer des UNGC verpflichten wir uns unter anderem dazu, zentrale Arbeitnehmerrechte einzuhalten – von der Achtung der Chancengleichheit bis hin zum Recht auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit.

Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertretung führen einen fortlaufenden Dialog. In verschiedenen (Gesamt-)Betriebsvereinbarungen sind die Rechte unserer Beschäftigten niedergelegt. Die Vereinbarungen behandeln Themen wie mobiles Arbeiten, Familienzeit oder häusliche Krankenpflege.

Beispielsweise haben wir für die Beschäftigten der Daimler AG, der Mercedes-Benz AG, der Daimler Truck AG sowie der Daimler Brand & IP Management GmbH & Co. KG eine Beschäftigungssicherung bis 2029 vereinbart. Zusätzlich zu dieser Vereinbarung haben Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertretung im Juli 2020 eine Gesamtbetriebsvereinbarung geschlossen, um die Arbeitskosten bis Ende Dezember 2021 zu senken. Hintergrund sind die vielfältigen Herausforderungen, die sowohl mit der Transformation der Automobilindustrie als auch der COVID-19-Pandemie einhergehen. Die Gesamtbetriebsvereinbarung gilt für alle Beschäftigten der Daimler AG, der Mercedes-Benz AG, der Daimler Truck AG, der Daimler Brand & IP Management GmbH & Co. KG sowie der Daimler Gastronomie GmbH in Deutschland. Weitere Informationen zur Gesamtbetriebsvereinbarung unter daimler.com/investoren/berichte-news/finanznachrichten/20200728-beschaeftigungssicherung-und-wirtschaftlichkeit.html.

Unsere Beschäftigten haben das Recht, sich gewerkschaftlich zu organisieren – unabhängig davon, ob die Koalitionsfreiheit gesetzlich geschützt ist. Mit Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften arbeiten wir dabei konstruktiv zusammen. Wichtige Partner sind die Betriebsräte an unseren Standorten sowie der Europäische Betriebsrat und die Weltarbeitnehmervertretung (World Employee Committee). Konzernweit bestehen für die Mehrheit unserer Beschäftigten kollektivrechtliche Vereinbarungen. In der Daimler AG, der Mercedes-Benz AG und der Daimler Truck AG sowie in weiteren Konzerneinheiten gelten diese für alle Tarifbeschäftigten.

Angemessene Vergütung

Weltweit vergüten wir geleistete Arbeit in allen Konzerngesellschaften nach den gleichen Grundsätzen. Unsere globale Vergütungsrichtlinie, die für alle Beschäftigtengruppen gilt, legt Rahmenbedingungen und Mindestanforderungen für die Ausgestaltung der Vergütungssysteme fest. Hier ist unter anderem geregelt, dass sich die Höhe des Entgelts gemäß übertragener Anforderungen der Arbeitsaufgabe (unter Berücksichtigung unter anderem von Wissen und Können, Verantwortung und Entscheidungsspielraum) und gegebenenfalls Leistung der Person, nicht nach Geschlecht, Herkunft oder anderen persönlichen Merkmalen, richtet. Im Rahmen von internen Audits prüfen wir jährlich stichprobenartig ausgewählte Aspekte der Richtlinie und deren Einhaltung. Dabei berücksichtigen wir auch die Gegebenheiten der lokalen Märkte, denn wir wollen unseren Beschäftigten markt- und branchenübliche Gehälter und Zusatzleistungen bieten. Im Berichtsjahr sind keine wesentlichen Verstöße gegen die Vergütungsrichtlinie bekannt geworden.

Im Jahr 2020 wurden im Konzern weltweit für Beschäftigte aufgewendet:

  • 17,622 Mrd. € für Löhne und Gehälter
  • 3,523 Mrd. € für soziale Sicherheit
  • 0,703 Mrd. € für Altersversorgung, bei einer durchschnittlichen Belegschaft von 293.138 Beschäftigten

Aus- und Weiterbildung

Durch Elektromobilität und Digitalisierung erleben wir derzeit den bisher größten Strukturwandel in der Geschichte der Automobilindustrie. Damit einher geht die umfangreiche Transformation unseres Unternehmens. Infolgedessen wandeln sich auch die Berufsbilder, Tätigkeiten und Anforderungsprofile. Dies verändert den Qualifizierungsbedarf auf vielen Positionen – bei Beschäftigten und Führungskräften gleichermaßen.

Die Kenntnisse und Fertigkeiten unserer Beschäftigten bilden das Fundament für den weltweiten Erfolg von Daimler. Deswegen investieren wir in großem Umfang in ihre Aus­- und Weiterbildung und entwickeln unsere Personalentwicklungsprogramme kontinuierlich weiter. Wie wird sich unsere Belegschaft in den nächsten zehn Jahren entwickeln? Und welche Belegschaftsstrukturen brauchen wir künftig? Das sind wichtige Fragen, mit denen wir uns bei der strategischen Personalplanung, dem »Strategic Resource Management« bei der Mercedes-Benz AG und der Daimler Truck AG, beschäftigen.

Die Daimler AG, Mercedes-Benz AG, Daimler Truck AG und die Daimler Brand & IP Management GmbH & Co. KG in Deutschland beispielsweise steuern Ausbildungs- und Qualifizierungsprozesse in einem übergreifenden Regelwerk. Vom Vorstand über unsere Ausbildungs- und Qualifizierungseinheiten bis hin zu den Ausbilderinnen und Ausbildern auf Standortebene verfolgen wir dabei das Ziel, unternehmensweit unsere Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen.

Der digitale Umbau unseres Konzerns verändert die Anforderungsprofile und erfordert Kompetenzanpassungen auf vielen Positionen. Diesen Bedarf decken wir, indem wir unser Berufeportfolio sowie das Spektrum der Studiengänge an Dualen Hochschulen ausweiten und digitale Talente anwerben.

Am Standort Deutschland haben wir z.B. im Berichtsjahr Studiengänge für dual Studierende sowie kaufmännische und technische Ausbildungen in über 30 unterschiedlichen Berufsbildern angeboten. Diese Berufsbilder unterliegen einer kontinuierlichen »Modellpflege«: Sie werden im Hinblick auf künftige Anforderungen und technologische Innovationen laufend weiterentwickelt.

Wir begleiten Veränderungsprozesse wie die digitale Transformation mit passenden Qualifizierungsangeboten für die gesamte Belegschaft. 2020 setzten wir dabei die Schwerpunkte in den Bereichen IT-Kompetenzen und -Berufe, Hochvolt- und Batterietechnologie sowie in der Entwicklung und dem Angebot von digitalen Lernformaten. Zum Beispiel haben wir für unsere IT-Fachkräfte 2019 und 2020 eine weltweite Qualifizierungsoffensive zum Thema Digitalisierung durchgeführt. Zudem haben wir das »Digital Readyness Programm« vorbereitet, mit dem ab Januar 2021 weltweit ein umfassendes Angebot zur digitalen Weiterbildung eingeführt wurde. Es umfasst unter anderem methodische, technische und kulturelle Aspekte der Digitalisierung.

Diversität und Chancengleichheit

Unsere Belegschaft ist so vielfältig wie unsere Kundinnen und Kunden. Daimler ist überzeugt: Diversität macht uns als Unternehmen erfolgreicher. Denn Vielfalt hilft uns, neue Blickwinkel zu finden, und ist Antrieb für Kreativität und Innovationen. Wir fördern ein Arbeitsumfeld, in dem alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Talente frei entfalten können – unabhängig von Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung und anderen Diversity-Dimensionen. Das Fundament dafür bildet ein tolerantes und weltoffenes Miteinander, bei dem kein Platz für Diskriminierung ist.

Wir erwarten von allen Beschäftigten, dass sie einander mit Respekt, Offenheit und Fairness begegnen. Führungskräfte übernehmen dabei eine Vorbildrolle und tragen eine besondere Verantwortung für eine faire Unternehmenskultur.

Die Bereiche Integrität und Diversity gestalten hierfür die Rahmenbedingungen und Prozesse. Das Global Diversity Office ist eine konzernweite Funktion, die im Personalbereich angesiedelt ist. Es entwickelt in Abstimmung mit den Geschäftsbereichen strategische Handlungsfelder und Ziele. Zudem initiiert das Global Diversity Office übergreifende Projekte, Trainings und Sensibilisierungsmaßnahmen. Beispielsweise fand 2020 wieder der Daimler Diversity Day statt. Unter dem Motto »Link perspectives – bring the mix alive« (»Perspektiven verknüpfen – Vielfalt nutzen«) fanden weltweit an diversen Standorten Aktionen statt. Aufgrund der Corona-Pandemie lag der Fokus an vielen Standorten vor allem auf digitalen Kommunikationsangeboten wie virtuelle Workshops und Diskussionsrunden.

Unser Ziel ist es, die am besten qualifizierten Fach- und Führungskräfte für das Unternehmen zu gewinnen und zu entwickeln – und zwar unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung und Identität sowie körperlichen Einschränkungen.

Die für den Aufsichtsrat der Daimler AG geltende gesetzliche Frauenquote von 30 % ist sowohl für den Aufsichtsrat insgesamt als auch für die Arbeitnehmer- und die Anteilseignerseite erfüllt. Zum Ende 2020 bestand der Vorstand zu 25 % aus Frauen. Damit haben wir die Zielgröße von 12,5 %, die der Aufsichtsrat definiert hat und die bis Dezember 2020 erreicht werden sollte, überschritten. Zudem haben wir bereits 2006 vereinbart, den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen und regelmäßig zu überprüfen, wo wir hinsichtlich unserer Ziele stehen. Weiterführende Informationen zu Zielen und Ergebnissen im Kapitel »Corporate Governance«.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Die Gesundheit und die Arbeitssicherheit unserer Beschäftigten haben für Daimler einen sehr hohen Stellenwert. Ob mit einer ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung, Gesundheitsangeboten oder Sicherheitsqualifizierungen: Bei allem, was wir tun, steht die Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten im Fokus. Unser übergeordnetes Ziel ist es, gesundheitlichen Risiken vorzubeugen und die Gesundheit aller Daimler-Beschäftigten dauerhaft zu erhalten.

Wie wichtig ein nachhaltiges Gesundheits- und Arbeitssicherheitsmanagement ist, zeigt sich nicht nur vor dem aktuellen Hintergrund der COVID-19-Pandemie. Auch der demografische Wandel und der technologische Fortschritt bringen neue Herausforderungen. Als verantwortungsvoller Arbeitgeber wollen wir unseren Beschäftigten ein gesundes und sicheres Arbeitsumfeld ermöglichen. Um Arbeitsunfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen zu verhindern, setzen wir auf ein ganzheitliches Gesundheits- und Arbeitssicherheitsmanagement. Im Fokus dabei stehen vor allem präventive Maßnahmen, die wir kontinuierlich prüfen und weiterentwickeln.

Unsere Arbeitsschutzstrategie beinhaltet hohe Standards für die Gestaltung von Arbeitsplätzen und -prozessen. Außerdem arbeiten wir systematisch daran, arbeits- und gesundheitsbezogene Risiken zu verringern. Im Daimler-Konzern gelten weltweit einheitliche, auf Prävention ausgelegte Leitlinien. Die Richtlinie Arbeits- und Gesundheitsschutz und die Leitsätze zum Arbeits- und Gesundheitsschutz dienen hierbei als übergreifende, international gültige Konzernregelungen. Sie orientieren sich an internationalen Standards und nationalen Gesetzen und betonen die Verpflichtung der Führungskräfte, verantwortlich zu handeln. Gleichzeitig unterstreichen sie aber auch die Eigenverantwortung der Beschäftigten. Mit unseren internen Due-Diligence-Audits an unseren Produktionsstandorten überprüfen wir, in der Regel alle fünf Jahre, ob Sicherheitsstandards eingehalten werden. Im Berichtsjahr haben diese Audits aufgrund von COVID-19 nicht stattgefunden. Verschiedene Standorte lassen zudem ihr Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagementsystem unabhängig von den Safety-Due-Diligence-Audits von externen Zertifizierungsgesellschaften gemäß ISO 45001 (in der Vergangenheit OHSAS 18001) prüfen. Rund 40 % unserer Belegschaft an Produktionsstandorten – das sind etwa 100.000 Beschäftigte – arbeiten mit einem nach ISO 45001 (beziehungsweise nach OHSAS 18001) zertifizierten Arbeitssicherheitsmanagementsystem.

Seit 2019 bekennt sich Daimler zur »Vision Zero«. Ziel der weltweiten Kampagne ist es, arbeitsbedingte Unfälle und Krankheiten zu verhindern und gleichzeitig die Sicherheit, Gesundheit und das Wohlbefinden von Beschäftigten zu fördern. Wir haben im Berichtsjahr 2020 beispielsweise ein weltweites Unfalldokumentationssystem eingeführt. Der dort integrierte, digitale internationale Meldeprozess ermöglicht eine schnelle Erfassung aller COVID-19-Fälle bei Beschäftigten und damit eine schnelle Nachverfolgung möglicher Kontaktpersonen durch den Werksärztlichen Dienst. Zudem leiten wir an unseren Produktionsstandorten, unter Beachtung gültiger Datenschutzbestimmungen, standardisierte Unfallkennzahlen ab, die regelmäßig berichtet werden.

Der Bereich Health & Safety steuert konzernweit die Themen Arbeitssicherheit und Gesundheit. Er ist im Personalbereich angesiedelt und dem leitenden Konzernarzt der Daimler AG, der Mercedes-Benz AG und der Daimler Truck AG unterstellt. Alle wesentlichen Themen des Gesundheits- und Arbeitsschutzes werden regelmäßig mit Betriebsrats- und Unternehmensvertretern auf allen Unternehmensebenen besprochen und entschieden.

COVID-19-Pandemie

Dieser Geschäftsbericht erscheint, während Menschen in aller Welt weiterhin gegen die COVID-19-Pandemie kämpfen. Deshalb haben wir im Daimler-Konzern im Berichtsjahr eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen und unsere Beschäftigten zu schützen:

In einem ersten Schritt hat die Unternehmensleitung entschieden, den Großteil der Produktion sowie die Arbeit in ausgewählten Verwaltungsbereichen in Europa für zunächst zwei Wochen 23. März bis einschließlich 3. April 2020) zu unterbrechen. Aufgrund der sich zuspitzenden COVID-19-Pandemie folgte ab dem 6. April Kurzarbeit in Deutschland. Damit reagierte das Unternehmen auf die weitreichenden Auswirkungen des Corona-Virus und die daraus resultierenden zunehmend schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen.

Gleichzeitig haben wir neue Arbeitsregeln entwickelt: Dazu zählen unter anderem vorbeugende Sicherheits- und Hygienemaßnahmen in Produktion und Büro sowie in Gastronomie- und Kundenkontaktbereichen. Nicht zwingend notwendige Geschäftsreisen wurden bis Ende 2020 auf ein Minimum reduziert. Wir haben die IT-Infrastruktur erweitert, um mobiles Arbeiten zu ermöglichen und digitale Formate wie Video- und Telefonkonferenzen technisch sicherzustellen. Auch nach dem weitgehenden Ende der Kurzarbeit Anfang Juli waren und sind unsere Beschäftigten angehalten, wo möglich, weiterhin mobil zu arbeiten. In den Bereichen, in denen Büropräsenz erforderlich ist, wurden »Schichtkonzepte« eingeführt.

Die weltweite COVID-19-Pandemie hat Unternehmen und Beschäftigte im letzten Jahr vor viele Herausforderungen gestellt. Deshalb hat der Vorstand in Abstimmung mit dem Gesamtbetriebsrat beschlossen, einen einmaligen Corona-Bonus auszuzahlen. Das gilt für alle Tarifbeschäftigten und Teamleiterinnen und Teamleiter der Daimler AG, der Mercedes-Benz AG, der Daimler Truck AG, des Geschäftsfelds Daimler Mobility sowie aller Tochtergesellschaften in Deutschland auszuzahlen. Die Sonderzahlung soll die wirtschaftlichen und persönlichen Belastungen mildern und das hohe Engagement und die Flexibilität der Beschäftigten würdigen. Beschäftigten im Ausland wurde teilweise eine Anerkennungsprämie ausbezahlt.

Umweltbelange
Sozialbelange